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Düsseldorf: Kicken für mehr Fairness

Düsseldorf : Kicken für mehr Fairness

Beim 11. "Fairständnis Cup" spielten Jugendliche bis in die Nacht Fußball.

In diesem Spiel wollten alle Jungs richtig glänzen. So wundert es nicht, dass Amin drei Übersteiger, eine Körpertäuschung - und dann ein verdutztes Gesicht zeigte, als der Ball nicht mehr an seinem Fuß klebte, sondern in den Reihen der "Prismaladies" tanzte. Beim 11. "Fairständnis Cup", dem nächtlichen Fußball-Hallenturnier für Jugendfreizeiteinrichtungen (JFE) und Schulen des Jugendamtes und des Stadtsportbundes (SSB), spielten in vier der 16 Teams auch Mädchen mit. Bei den "Prismaladies" - der Mannschaft der Prismaschule Langenfeld - waren sie sogar in der Überzahl. "Wir fördern, dass in den Teams Mädchen mitspielen. Es ist aber keine Bedingung", erklärt Fairständnis-Cup-Mitinitiator Christian Sprenger, Leiter der JFE Info.

Bei dem Turnier geht es um Fairness, auch über die Grenzen des Sports hinaus, und um die Integration verschiedener Nationen und Kulturen. "Fairness ist das Wichtigste", erläutert Recep Bayram vom Team "Rumpelstilzchen" der Heinrich-Heine-Gesamtschule. Und fügt hinzu: "Natürlich wollen wir auch gewinnen." Auch für die Gesamtschulauswahl hat der pädagogische Hintergrund hohe Bedeutung. "Ohne die Verbindung zu Fairplay, fairem Handel und Integration wären wir nicht hier", erklärt Sport- und Biologie-Lehrer Robert Bina. "Ich habe die Organisation ihrer Teilnahme ans Team abgegeben, war aber in der Whatsapp-Gruppe. So viele Nachrichten in so kurzer Zeit habe ich noch nie bekommen", so Bina lächelnd. Die Orga klappte prächtig, denn die "Rumpelstilzchen" repräsentierten alle Intentionen des "Faiständnis Cups". Im Aufgebot standen zwei Mädchen, die jedoch wegen Knieverletzungen nicht mitspielen konnten, aber dennoch ihr Team auf der Spielerbank unterstützten. Fünf von sieben Spielern hatten Migrationshintergrund, und Foulspiele sind verpönt.

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Die "Rumpelstilzchen" waren auch so etwas wie Gastgeber, denn der "Fairständnis Cup" wurde in der Sporthalle der Heine-Gesamtschule an der Graf-Recke-Straße ausgetragen. Hausmeisters Jörg Marschallek ermöglichte, dass das Turnier bis zwei Uhr morgens laufen konnte.

(RP)