Düsseldorf: Ketchup hilft der Caritas

Düsseldorf: Ketchup hilft der Caritas

In Derendorf leitet H.J Heinz das Geschäft mit Ketchup für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Viele Küchenchefs setzen auf die amerikanische Marke. Jetzt unterstützt Heinz soziale Projekte der Caritas in Düsseldorf.

Ihr Ketchup in der Glasflasche ist weltbekannt. Doch außerhalb der Branche wissen nur wenige: Die H.J. Heinz GmbH leitet von Düsseldorf aus das Geschäft des Lebensmittelkonzerns für Deutschland, Österreich und die Schweiz. 87 Mitarbeiter arbeiten auf 1700 Quadratmetern in der fünften Etage im Forum Derendorf, im Erdgeschoss gibt es ein stilechtes amerikanisches Diner mit angrenzenden Konferenzräumen.

Ab sofort unterstützt der Ketchup-Konzern soziale Projekte in Düsseldorf. Heinz hat mit der Caritas einen Kooperationsvertrag unterschrieben. Das Zentrum Plus in Wersten, ein Sitnti-Projekt in Eller/Vennhausen und die Bahnhofsmission werden künftig unterstützt.

Steigender Marktanteil

Der Schritt in die Landeshauptstadt hat sich für H.J. Heinz gelohnt. Seit das Tochterunternehmen des US-Konzerns 1998 von Ratingen nach Düsseldorf gezogen ist, ist der Marktanteil stetig gewachsen. Laut Angaben des Marktforschungsinstitutes AC Nielsen ist Heinz mit einem Anteil von von rund 27 Prozent am deutschen Ketchup-Markt im Dezember 2009 führend in Deutschland. Zum Vergleich: 2001 lag dieser Wert noch bei 18 Prozentpunkten.

Beigetragen zu der positiven Entwicklung von Heinz hat nach Ansicht von Geschäftsführer Jens Plachetka auch die Stärkung des Marken-Images. "Heinz ist eine der wenigen globalen Kultmarken. Wir müssen uns deshalb immer unserer Wurzeln bewusst sein." Im aktuellen Geschäftsjahr, das Ende April zu Ende geht, wächst das deutsche Tochterunternehmen um rund zehn Prozent.

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Ein Blick auf die Tische Düsseldorfer Imbisse, Kantinen und Restaurants zeigt: Der so genannte Foodservice-Bereich hat maßgeblich zu diesem Ergebnis beigetragen. "Der Ketchup ist nicht der günstigste, aber man schmeckt den Unterschied", sagt Robert Neuhaus, Küchenleiter des Bistro EssArt im Bürokomplex RWI 4 an der Völklinger Straße. Seine Gäste können sich an Spendern bedienen – das sei hygienisch und sparsam. In der Küche nutzt der Koch den Ketchup öfter als Zutat für eine pikante Currysauce.

Heinz im Hilton getestet

Auch in vielen Restaurants der Stadt wird Heinz zu Gerichten gereicht. Mit der Qualität des Ketchups ist auch Bernhard Maier, Küchenchef des Hilton, zufrieden. "Wir haben mehrer Tests gemacht, sind aber bei Heinz geblieben", so Maier. In dem Fünf-Sterne-Hotel gibt es die kleinen Ketchup-Flaschen zu Snacks wie Hamburgern oder zu Steaks. Zu den großen Kunden von Heinz in Düsseldorf gehören unter anderem auch die Esprit-Arena, die Heinrich-Heine-Universität und Henkel.

Doch nicht nur Ketchup und Saucen zählen zu der Produktpalette von H.J. Heinz, auch die Suppen- und Fertiggericht-Marke Sonnen Bassermann gehört dazu. "Beide Marken machen jeweils 50 Prozent des Umsatzes aus", erklärt Plachetka. Hergestellt werden die Fertiggerichte in einem Werk im niedersächsischen Seesen.

(RP)
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