Düsseldorf: Keine Provokation

Düsseldorf: Keine Provokation

stefani.geilhausen @rheinische-post.de

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Pferde, Hunde, rund 500 Beamte und irgendwo im Stadtgebiet soll auch noch ein Wasserwerfer bereitgestanden haben, für alle Fälle - natürlich lässt sich im Nachhinein leicht sagen, die Polizei habe den Demoeinsatz am Samstag zu groß gefahren. Bloß wurde der Einsatz eben nicht erst im Nachhinein geplant. Angesichts der aggressiven Töne im Aufruf und der unkritischen Solidarisierung mit den Hamburger Krawalltätern wäre es fahrlässig gewesen, nicht auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Dass es sich als unnötig erwies, ist kein Grund zur Kritik, sondern zum Aufatmen.

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Von Provokation durch die hohe Polizeipräsenz kann dabei keine Rede sein. Demonstranten, die lautstark gegen "die Polizei" hetzen und in der Sprache der extremen Linken der 1970er falsche Behauptungen wiederholen, sollten bei leidlicher Intelligenz damit rechnen, dass der Rechtsstaat dafür sorgen wird, dass diesen Parolen nicht auch Taten folgen. Die Polizisten hätten an diesem Sommersamstag sicher Besseres zu tun gewusst, als sich von Extremisten verhöhnen zu lassen.

(RP)