Stadtbild in Düsseldorf Stadt lehnt Kirschblütenbäume für die Immermannstraße ab

Stadtmitte · Die Pflanzung oder das Aufstellen von entsprechenden Blumenkübeln waren ein zentraler Wunsch der Anlieger zur Verschönerung von „Little Tokyo“.

Kirschblütenbäume wie hier am Kö-Bogen werden wohl auch in Zukunft nicht an der Immermannstraße wachsen.

Kirschblütenbäume wie hier am Kö-Bogen werden wohl auch in Zukunft nicht an der Immermannstraße wachsen.

Foto: Endermann, Andreas (end)

Die Anlieger der Immermannstraße haben sich zusammengeschlossen, wollen als Interessengemeinschaft eine Verschönerung der zentralen Straße von „Little Tokyo“ erreichen, nachdem das Image zuletzt doch ein wenig gelitten hatte. Ein zentraler Wunsch, der bei den bisherigen Treffen stets geäußert wurde, war das Aufstellen von Kirschblütenbäumen, die ja in engem Zusammenhang mit Japan stehen, und genau das ist es, was vor allem die Geschäftsleute wollen: „Little Tokyo“ als Alleinstellungsmerkmal für die Immermannstraße etablieren.

 Die Verwaltung wurde in der Bezirksvertretung 1 daraufhin gebeten, ein Konzept zur Aufstellung von Kirschbäumen zu erarbeiten. Noch in diesem Jahr könnten dann die Kirschbäume bereits auf der Straße erblühen. Zu der Sitzung am Freitag, 27. Januar, im Rathaus (14 Uhr) hat die Stadt nun eine Stellungnahme ausgearbeitet, die der „IG Immermannstraße“ wahrscheinlich gar nicht gefallen wird.

Vorab wird ausgeführt: Die Immermannstraße sei durch einen imposanten Altbaumbestand von gesetzlich geschützten Platanen geprägt. Ferner unterliege dieser Baumbestand der Düsseldorfer Baumschutzsatzung. So weit, so gut. Dann aber heißt es: Kirschbäume in Kübeln könnten keinen adäquaten Habitus entwickeln und würden nicht in gewünschter Weise zur Geltung kommen. Freie Baumstandorte mit Bodenanbindung, die für Kirschbäume standortgerecht wären, könnten auf der Immermannstraße zudem nicht identifiziert werden. Klingt schon mal nicht so gut.

Die Immermannstraße sei außerdem bereits mit Städtebaufördermitteln im Rahmen von „Ekiso“ (Entwicklungskonzept Innenstadt Südost) durch verschiedene Maßnahmen in ihrer Identität im „japanischen Viertel“ gestärkt worden. Neben einer Reduzierung und Ordnung der Stadtmöblierung, zum Beispiel durch den Abbau verwaister Pflanzenkübel, seien Bereiche inklusive der Beleuchtung umgestaltet worden, die in der Formensprache an die japanische Kunst der Origami-Falttechnik erinnern. „Eine zusätzliche Aufstellung von Pflanzkübeln mit Kirschbäumen im Verkehrsraum ist aus Sicht der Gestaltung des öffentlichen Raumes nicht zielführend“, erklären die zuständigen Ämter. Das würde vielmehr wieder zu einer Übermöblierung führen. Aus den aufgeführten Gründen würden sowohl das Gartenamt als auch das Amt für Verkehrsmanagement die Aufstellung von Kirschbäumen auf der Immermannstraße ablehnen.

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