Düsseldorf: Kasernen- und Breite Straße werden neu gestaltet

Düsseldorf : Kasernen- und Breite Straße werden neu gestaltet

Nach dem U-Bahn-Bau wird die Oberfläche erneuert.

Im Februar hat die Stadt Pläne vorgestellt, wie die Oberfläche von Friedrich- und Elisabethstraße nach Fertigstellung der Wehrhahn-Linie aussehen soll. Die SPD in der Bezirksvertretung 1 hat nun angefragt, wie die Umgestaltung der angrenzenden Viertel, also von Kasernen- und Breite Straße, aussehen werden, wenn auch dort die Straßenbahnen unter der Erde verschwunden sind.

Das Amt für Verkehrsmanagement teilt jetzt mit, dass die für die Friedrich- und die Elisabethstraße vorgestellte Oberflächengestaltung "sinngemäß" auch für die Breite und für die Kasernenstraße gelte. Die bisher gezeigten Fotomontagen hätten sich nur deswegen auf die Friedrichstadt beschränkt, weil dort die Geschäftsdichte höher sei. Prinzipiell aber erstrecke sich die vorgestellte Neuplanung von der Bilker Allee bis zur Elberfelder Straße. Also wird auch in diesem Bereich der sogenannte Seitenraum vergrößert und mit einem Radweg sowie einem breiteren Gehweg ausgestattet. Damit soll das Radwegenetz von den südlichen Stadtteilen bis zur City geschlossen werden. Das Ziel einer lückenlosen Radverbindung vom Süden der Stadt bis in die City hat Verkehrsdezernent Stephan Keller bereits mehrfach betont.

Für den Autoverkehr wird es nur noch je Straße eine Fahrbahn in jede Richtung geben, wobei diese Fahrstreifen überbreit sein werden. So können auch zwei Fahrzeuge nebeneinander fahren. Markierungen wird es aber nicht geben. Die Einstufung beider Straßen als Hauptverkehrsachsen bleibt bestehen, deswegen ist kein Tempo 30 vorgesehen. An beiden Straßenseiten sollen jeweils Parkplätze eingerichtet und die Seitenbereiche begrünt werden.

Der Seitenraum wird zeitlich begrenzt auch als Lieferzone dienen sowie Platz für Außengastronomie bieten, also multifunktional genutzt werden. Die parallele Nutzung sowohl von Lieferfahrzeugen als auch Passanten war bei der Vorstellung der Pläne für die Friedrichstadt zuletzt kritisiert worden. Das Verkehrsamt betont, dass die zeitliche begrenzte Nutzung "stringent überwacht" werden soll. Angedacht sei darüber hinaus eine attraktivere Gestaltung von Graf-Adolf-Platz und Heinrich-Heine-Platz, unter anderem durch mehr Grün.

(RP)
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