Düsseldorf: Wolfgang Bosbach legt die närrische Reifeprüfung ab

Düsseldorf: Wolfgang Bosbach legt die närrische Reifeprüfung ab

So glanzvoll und dabei spritzig-leicht kann Lackschuh-Karneval sein: Dass es die Weissfräcke aufs Beste verstehen, eine Karnevalssitzung zu gestalten, stellte die Gesellschaft am Samstag bei ihrer Prunksitzung in der Rheinterrasse wieder einmal unter Beweis.

Mit 600 Teilnehmern war der Radschlägersaal nahezu ausverkauft und unter den zahlreichen Ehrengästen, die Weissfräcke-Präsident Burkard Brings zu einem mehr als fünfstündigen Programm begrüßte, waren auch Ute-Henriette und Mario Ohoven, Oberbürgermeister und Ehrensenator Dirk Elbers mit seiner Frau Astrid, Zuckerbäcker Georg Maushagen, von dem die süßen Orden für die Bühnenkünstlerinnen stammten, der Baas der Jonges, Wolfgang Rolshoven, Umweltdezernentin Helga Stulgies, Ex-Polizeipräsident Herbert Schenkelberg, Hille Erwin und CC-Präsident Josef Hinkel sowie Bürgermeisterin Marie-Agnes Strack-Zimmermann und ihr Mann Horst.

Entsprechend hochkarätig war das von Literat Peter Mayer zusammengestellte Programm. Nachdem Prinz Michael I. und Venetia Pia das Eis gebrochen hatten, erwartete die Künstler wie Jörg Knör, die schwungvolle Band ohne Bart und — mitreißend — die Swinging Funfares im Saal eine ausgesprochen aufgeräumte Stimmung. Ob in Abendgarderobe oder im fantasievollen Kostüm: Die Gäste, darunter viele jüngere Leute, hielt es nicht lange auf ihren Plätzen.

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Dafür sorgte zudem ein weiterer Ehrengast. Der Bundestagsabgeordnete Wolfgang Bosbach (CDU) war gekommen, um die närrische Reifeprüfung abzulegen, die die Weissfräcke zum vierten Mal abnahmen. Und Bosbach erfüllte seine Aufgabe mit Bravour, war so hingerissen von der guten Atmosphäre, dass er sein tiefgründiges Plädoyer für mehr Leichtigkeit und Humor glatt eine Viertelstunde überzog. Dafür gab es für ihn nicht nur eine Urkunde, sondern auch die Ernennung zum Ehrensenator der Gesellschaft samt Grundausstattung.

Doch nicht nur er begeisterte das Publikum. Auch die Tanzgarde der Karnevalsfreunde der katholischen Jugend, die eine fantasievolle Choreographie zu den Olympischen Spielen einstudiert hatte, sowie Comedian Knacki Deuser, der zum ersten Mal bei den Weissfräcken auftrat, wollten die Zuschauer so schnell nicht mehr gehen lassen. Deuser ließ sich nicht lange bitten, gab sogar noch eine zweite Zugabe, bevor De Fetzer, Kalauer und die famose Kölner Band Kuhl un de Gäng ein rundum gelungenes, vielseitiges Programm abrundeten.

(dkd)
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