Treffen der Düsseldorfer Altstadtwirte: Optimistisch für den Karneval

Düsseldorf: Altstadtwirte optimistisch für den Straßenkarneval

Selten war das turnusgemäße Treffen der Düsseldorfer Altstadtwirte so gut besucht wie am Dienstagabend: 30 Wirte kamen, um vor allem über ein Thema zu sprechen, die schweren und vor allem massenhaft begangenen sexuellen Übergriffe in der Silvesternacht in Köln.

In Düsseldorf ermittelt inzwischen eine Sonderkommission der Polizei in rund 50 ähnlich gelagerten Fällen - erst nach dem Jahreswechsel hatten immer mehr Frauen auch aus der Landeshauptstadt sexuelle Attacken angezeigt.

Während alle Wirte einig sind, dass das Phänomen der Taschendiebe, die ihren Opfern mit dem "Antanztrick" körperlich nahe kommen, um sie zu bestehlen, auch in der Altstadt kein neues ist, sind sie über die sexuellen Übergriffe entsetzt. Keiner hatte bislang davon gehört, weder von Gästen noch vom Personal. "Diese Taten sind offensichtlich im Gedränge und außerhalb unserer Zugriffsmöglichkeiten geschehen", sagte Wirte-Sprecherin Isa Fiedler. Sie hatte sich bereits in der vergangenen Woche für die Ausweitung der Videoüberwachung in der Altstadt ausgesprochen und zugleich mehr Polizeipräsenz gefordert - Forderungen, die beim Wirtetreffen gestern auf hundertprozentige Unterstützung stießen - insbesondere mit Blick auf den bevorstehenden Straßenkarneval.

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Da konnte der Leiter der Polizeiinspektion Mitte, Jürgen Bielor, den Wirten gute Nachrichten überbringen. An Karneval werde das Polizeipersonal in der Altstadt deutlich aufgestockt und die uniformierten Beamten werden durch Kräfte in Zivil unterstützt. Bielor kündigte auch an, was der Polizeipräsident bereits mit dem OB besprochen hatte: Die Altstadt werde mit zusätzlichen mobilen Kameras überwacht werden. Für die Wirte ein überzeugendes Konzept. "Wir sehen dem Karneval jetzt deutlich entspannter entgegen", sagte Fiedler.

(sg)