Düsseldorf: Tierschützer beschweren sich über Pferde im "Zoch"

Düsseldorf: Tierschützer beschweren sich über Pferde im "Zoch"

In Köln musste sich der Beschwerdeausschuss der Stadt Dienstag erneut mit der Bitte von Tierschützern befassen, im Kölner Zoch auf Pferde zu verzichten. Auch in Düsseldorf wird darüber diskutiert.

Alle paar Jahre müssen sich die rheinischen Karnevalshochburgen mit der Frage beschäftigen, ob Menschenmengen und Lärm den Tieren zuzumuten sind. Es geht vor allem um die Frage, ob der Einsatz der Pferde Tierquälerei ist, sie durch die laute Musik und die vielen Menschen unnötig gestresst werden. Die Tierschützer werfen den Karnevalsgesellschaften außerdem vor, die Pferde mit Medikamenten ruhig zu stellen.

Auch in Düsseldorf wurde die Frage diskutiert, sagt Hans-Peter Suchand, Sprecher des Comitees Düsseldorfer Carneval (CC). "Aber hier sind im Unterschied zu Köln nur wenige Pferde im Einsatz", sagt Suchand. Und auf die wird gut aufgepasst, denn ein nervöses oder unsicheres Tier ist auch eine Gefahr für den Reiter. "Ist es zu glatt, dann entscheiden wir auch noch kurzfristig, dass die Pferde im Wagen bleiben", erläutert Suchand. Er ist selbst Mitglied der Prinzengarde Blau-Weiß. Unter den berittenen Korps ist neben der Prinzengarde auch das Amazonenkorps. Die Reiter üben schon vor dem Rosenmontag mit ihren Pferden. "Es werden nur Pferde eingesetzt, die einen so ruhigen Charakter haben, dass sie viele Menschen und Lärm aushalten", ergänzt der Sprecher des CC.

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Von Beruhigungsmitteln für die Tiere hält man in Düsseldorf nichts. Das hatten Tierschützer ebenfalls bemängelt. Zum Beispiel in Köln, Düsseldorf und Aachen kümmern sich Veterinäre während des Zugs um die Pferde. In Köln könnte die Beschwerde der Tierschützer demnächst noch einmal im Rat Thema werden.

(heif/hsr)
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