1. NRW
  2. Städte
  3. Düsseldorf
  4. Karneval in Düsseldorf

Sturm bedroht Kö-Treiben und Veedelszüge in Düsseldorf

Windstärke acht am Sonntag : Sturmböen bedrohen Kö-Treiben und Veedelszüge in Düsseldorf

Die Jecken in Düsseldorf müssen sich darauf einstellen, dass das Kö-Treiben und die Veedelszüge am Sonntag möglicherweise abgesagt werden. Grund ist eine Sturmankündigung des Deutschen Wetterdienstes.

„Relativ sicher erreicht der Wind in Böen am Sonntagmittag die Stärke Beaufort acht“, sagte Markus Winkler vom Deutschen Wetterdienst (DWD) auf Anfrage am Samstagvormittag. Ab der Nacht auf Sonntag sei damit zu rechnen, dass ein Sturmtief von Südwesten zu erwarten. Das bringe vor allem viel Regen und eben auch Sturmböen mit. „Am Nachmittag können da auch Böen bis Stärke neun dabei sein“, erklärte Winkler. Erst am späten Nachmittag oder Abend soll sich das Wetter wieder beruhigen. Windstärke acht steht für Geschwindigkeiten bis 75 km/h, Windstärke neun für Geschwindigkeiten bis 88 km/h.

Das sind keine guten Nachrichten für alle Karnevalisten in Düsseldorf. Am Sonntag sollen eigentlich das Kö-Treiben auf der Königsallee und fünf Veedelszüge in Eller, Gerresheim, Hassels, Mörsenbroich, Niederkassel und Unterbach stattfinden. Möglicherweise müssen diese nun aber abgesagt werden. Ob es soweit kommt, das will das Comitee Düsseldorfer Carneval (CC) ab dem Nachmittag entscheiden. Dann trifft sich das CC mit eigenen Wetterexperten, um über die Lage zu beraten, sagte uns Sprecher Hans-Peter Suchand. Die Entscheidung falle dann am Nachmittag oder Abend – oder auch erst am Sonntagmorgen, sagte Suchand weiter.

Auch für diesen Samstag warnt der DWD bereits amtlich vor Sturmböen bis Stärke neun. Die Warnung gilt bis 20 Uhr, auch für größere Teile des Niederrheins.

Für Sonntag hat die Stadt Köln entschieden, dass die Schull- und Veedelszoech wegen des Wetters früher als geplant starten.

Warum die Düsseldorfer Karnevalszüge grundsätzlich eher durch Stürme gefährdet sind als die Kölner Züge, lesen Sie hier.

Anmerkung der Redaktion: Eine frühere Version dieses Textes enthielt falsche Angaben zu den Geschwindigkeiten der einzelnen Windstärken. Wir haben das korrigiert und bitten den Fehler zu entschuldigen.