11.11.11: Schnapszahl-Datum macht Düsseldorfer jeck

11.11.11 : Schnapszahl-Datum macht Düsseldorfer jeck

Der 11.11.11 ist für Karnevalisten eine ganz besondere Zahl. Deshalb haben sich die Düsseldorfer Jecken entschieden, in diesem Jahr eine Nummer größer zu feiern - mit einem Zelt auf dem Burgplatz, in dem nach dem Hoppeditzerwachen die Party weitergehen soll. Das geänderte Programm kommt bei den Jecken offenbar gut an.

So voll wie am Freitagmorgen war es vor dem Rathaus schon lange nicht mehr: Etwa 1500 Jecken feierten den Start in die Session, schunkelten, sangen, tanzten und bewiesen, dass das CC mit seinem Konzept für das Jahr mit der besonders jecken Schnapszahl genau richtig lag.

Aufgeschlossen für Neues zeigte sich der Hoppeditz: Tom Bauer hat Facebook für sich entdeckt: Auf seiner Seite in dem sozialen Netzwerk hatte er die Jecken aufgerufen, ihm Ideen und Reime für seine Rede zuzuschicken. Und schon wenige Minuten nach seinem Vortrag,, noch während der Gegenrede von Oberbürgermeister Elbers, meldete er sich mit einem Gruß ("Guten Morgen, Ihr Narren... da bin ich schon wieder... 3x Düsseldorf Helau!!!") bei seinen Anhängern.

Jede Menge neue Ideen präsentierte der Hoppeditz auch in seiner Rede: Der Tausendfüßler könne genutzt werden, um dort Windräder aufzustellen, schlug er vor - und auch für den Ärger mit dem ständig kaputten Altstadtpflaster hat er eine Lösung parat: "Ein Hinweisschild vor der Altstadt wär schön, darauf sind alte Schlappen zu sehn - denn es werden die Besucher der Altstadt gebeten, sie sollen sie nur noch mit Pantoffeln betreten."

Besonders gut kam bei den Jecken auf dem Marktplatz seine Freude an, dass Fortuna endlich die Zweite Bundesliga anführt. Der Narr gab aber auch zu bedenken: "Doch schau ich auf die DEG, tut mir mein Hoppeditz-Herz weh."

Ebenfalls betrübt zeigte sich Hoppeditz vom Bau des Zauns am Rhein: "Da sollte man doch besser mehr kontrollieren, und nicht gleich die ganze Straße sanieren", war sein Vorschlag an die Stadtspitze. In seiner Gegenrede ließ sich Oberbürgermeister Dirk Elbers in diesem Punkt aber nicht erweichen. "Nur das mit dem Zaun an der Rheinpromenade, das finde ich traurig und wirklich schade. Doch was sein muss, muss sein, so sage ich hier. Wir finden 'ne Lösung, das schwöre ich dir."

Die Idee des Hoppeditz, Besucher nur noch mit Pantoffeln in die Altstadt zu lassen, begrüßte der Oberbürgermeister hingegen. "Und für die Filtzlatschen brauch'mer kein Geld ausgeben. Die leihen wir uns vom Schloss Benrath eben. Das nenn' ich mal clever, - und ganz nebenbei bleibt das Pflaster in Takt und wir schuldenfrei."

In einem riesigen Zelt auf dem Burgplatz, das 2200 Jecken fasst, konnten die Jecken nach dem Hoppeditz-Erwachen noch elf Stunden weiterfeiern. Hier stehen neben den Düsseldorfer-Karnevalsbands wie den Düssel-Disharmonikern auch Stars wie die "Bläck Fööss" und die "Räuber" auf der Bühne.

Obwohl schon im Vorfeld die begehrten Karten vergriffen waren, versuchten viele Jecken am Nachmittag noch einmal ihr Glück, um in das Festzelt zu kommen. Drinnen war die Stimmung derweil ausgelassen. Es wurde gesungen, getanzt und viel gelacht. Gut kam so auch der Aufmarsch der Karnevalsgesellschaft "Regenbogen" an, die mit bunten Kostümen für Begeisterung sorgten.

Martina Heissler (42), Birgit Schaust (52) und Sonja Schmidt hatten sich extra frei genommen, um das Hoppeditz-Erwachen zu feiern. Erst waren sie dabei, wie Hoppeditz aus dem Senftopf stieg, dann feierten sie ausgelassen im Festzelt weiter: "Karneval an so einem jecken Datum - da muss man doch bei sein."

Mehr zum Karneval in Düsseldorf lesen Sie in unserem Special.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Hoppeditz-Erwachen 2011: So gut war die Stimmung im Festzelt

(jco)