Rosenmontagszug 2020 in Düsseldorf: Das Prinzenpaar fährt ganz hinten

Rosenmontagszug 2020 : In diesem Jahr fährt das Prinzenpaar ganz hinten

In diesem Jahr wird das Düsseldorfer Prinzenpaar erst gegen Ende des Rosenmontagszuges zu sehen sein. Mit der Versetzung nach hinten wollen die Karnevalisten dem Zuschauerschwund entgegenwirken. Es ist nicht die einzige Neuerung.

Beim diesjährigen Rosenmontagszug wird der Wagen des Düsseldorfer Prinzenpaars im Gegensatz zu den Vorjahren am Ende des Zochs positioniert. Statt auf Position 33 der insgesamt 70 Wagen, werden die karnevalistischen Oberhäupter Axel und Jula einem Bericht des „Express“ zufolge mit der Wagennummer 66 durch die Düsseldorfer Innenstadt fahren. Der Grund für die Versetzung ist jedoch keine Strafe, sondern eine Reaktion auf den Zuschauerschwund, der sich zum Ende Rosenmontagszüge in der Vergangenheit abgezeichnet habe, wie Hans-Peter Suchand, Sprecher des Comitees Düsseldorfer Carneval (CC), berichtet.

So hatten sich die Karnevalisten in den Vorjahren geärgert, dass nach Vorbeifahren des Prinzenpaares die Tribünen immer leerer geworden seien. Nun wolle man auf diese Weise ganz nach dem Motto „Das Beste kommt zum Schluss“ den Spannungsbogen länger aufrecht erhalten, damit auch die hinteren Wagen noch genügend Aufmerksamkeit von Narren am Straßenrand bekommen. Deshalb sei die Änderung nach Aussage von Suchand von den Garden, Vereinen und dem Prinzenpaar selbst positiv aufgenommen worden. Auf die TV-Übertragung wirke sich die Änderung nicht aus, wie er versichert.

Es ist nicht die erste Änderung, die der CC für den diesjährigen Rosenmontagszug angekündigt hat. Denn anstelle des Breidenbacher Hofs passieren die Wagen der Jecken in diesem Jahr zunächst die Straße zwischen Corneliusplatz und Kaufhof und anschließend das Steigenberger Parkhotel. Danach zieht der Tross über die Straße zwischen Parkhotel und Oper zurück auf den gewohnten Weg über die Heinrich-Heine-Allee. Begründet hat das CC diese Wegänderungen mit sicherheitsrelevanten Bedenken der Feuerwehr, die zu der Verlegung der Wegstrecke geraten hatte. Denn durch den Umweg bleibe die Tunnelausfahrt an der Heine-Allee frei, sodass Sanitäter im Falle eines Notfalls schneller agieren könnten.