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Karneval trotz Corona: Das ist das Düsseldorfer Prinzenpaar für die neue Session

Karneval in Düsseldorf : Zwei jecke Juristen sind das neue Prinzenpaar

Sie werden wohl als das Corona-Prinzenpaar in die Düsseldorfer Karnevalsgeschichte eingehen: Dirk Mecklenbrauck und Uasa Maisch sind vom Comitee Düsseldorfer Carneval als Prinz und Venetia auserwählt worden, durch eine Session zu führen, von der noch unklar ist, wie sie ablaufen wird.

So viel ist sicher: Die Session 2020/21 wird anders  werden. Zwei, die diese Herausforderung nicht scheuen, sind Dirk Mecklenbrauck und Uasa Maisch. Die beiden Niederkasseler Tonnengardisten werden als Prinz und Venetia die Jecken durch die fünfte Jahreszeit führen. Am Mittwochabend stellte das CC die neuen Tollitäten im Autokino vor.

Noch eins ist sicher: Dass der künftige Prinz gebürtiger Westfale ist, wird während seiner Regentschaft für eine Menge Frotzeleien sorgen. Als Jeck wurde der Anwalt 2008 bei der Prinzengarde Rot-Weiss geschult,  gehört seit nunmehr acht Jahren der Tonnengarde an. Dort ist auch seine Venetia verwurzelt, deren Familie in Leverkusen seit Generationen im Karneval aktiv ist. In der ersten Reihe hat Uasa Maisch als Tonnenbäuerin schon 2016 Erfahrungen gesammelt.

Mit der Wahl dieses Prinzenpaares hat das CC sich auch eine neue Rechtssicherheit geschaffen: Prinz und Venetia sind beide Volljuristen.

So schnell wie im vorigen Jahr, als Prinz Axel und Venetia Jula im Blitzverfahren auserkoren wurden, ging es diesmal nicht. Noch im Mai war unklar, ob Düsseldorf überhaupt mit einem Prinzenpaar in eine Session startet, die von der Corona-Pandemie geprägt sein wird.

Mit allen fünf Bewerber-Paaren für den jecken Regenten-Posten war CC-Chef Hans-Jürgen Tüllmann aber immer im Gespräch. Während etwa in Mönchengladbach, Kleve und Euskirchen unter dem Eindruck der Krise weitreichende Entscheidungen  bereits getroffen wurden, bleibt Tüllmann zurückhaltend.  „Wir fahren auf Sicht“, sagte er unserer Redaktion auch zum Thema Hoppeditz-Erwachen. „Das ist schnell geplant, darüber können wir auch im Oktober noch entscheiden.“ Garantien freilich gibt der CC-Chef nicht, auch über den Rosenmontagszug ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.

Die Düsseldorfer Karnevalisten gehörten zu den ersten, die Auswirkungen der Pandemie zu spüren bekamen. Ex-Prinz Martin, der Geschäftsbeziehungen nach China unterhält, sagte wegen Corona einen von ihm mit seiner Venetia Sabine aus der Taufe gehobenen Empfang ab, weil eine seiner Mitarbeiterinnen gerade erst in  China gewesen war.  Das war am 2. Februar, und eine reine Vorsichtsmaßnahme. Vier Wochen später wurden die beiden ersten Covid-19-Patienten aus Heinsberg in die Düsseldorfer Uni-Klinik eingeliefert.

Unter dem Eindruck der Pandemie hatte sich das CC mitten im Shutdown auch für das künftige Sessions-Motto entschieden: „Wir feiern das Leben“ war der 342. von 408 Vorschlägen. Aus der Idee von Alexander Grunwald haben Tim lindenschmidt, Jörg Fricke und Stefan Kleinehr ein fröhliches Mottolied gemacht, dass zu später Stunde auf der Autokino-Bühne an der Messe erklingt. Eine Musik, die zum Tanzen einlädt – auch wenn das in dieser Session vielleicht mit etwas Abstand passieren wird.

Hier geht es zur Bilderstrecke: So jubelt das neue Prinzenpaar