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Kostümwettbewerb am Tulpensonntag Diese bunten Kostüme wurden beim Düsseldorfer Kö-Treiben prämiert

Düsseldorf · Zum Straßenkarneval am Tulpensonntag veranstalteten Stadt und Schausteller erstmals einen Kostümwettbewerb. 15 Gewinner wurden von Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller und Schausteller-Chef Oliver Wilmering prämiert – sie dürfen nun beim Rosenmontagszug vom Rathaus aus zuschauen.

Düsseldorf Kö-Treiben 2024: Die schönsten Kostüme
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Das sind die schönsten Kostüme des Kö-Treibens 2024

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Foto: Bretz, Andreas (abr)

Michael Knittel hatte so eine Ahnung, als er am Vorabend den letzten Schliff an seinem knallgelbem, selbstgeschneidertem „Bibo“-Kostüm aus der Sesamstraße anlegte. „Ich hatte mir gedacht: Mensch, das wär doch toll, wenn dich ein paar Leute ansprechen, weil sie sich über das Kostüm freuen“, sagt der Kaarster, der mit seinen beiden Söhnen Mika und Kian sowie Kumpel Christoph Ebbinghausen mit Sohn Clemens zum Kö-Treiben am Tulpensonntag gekommen war. Aber dass es gleich der Oberbürgermeister war, der ihn ansprach und dabei auch noch fünf Tickets für die Rathaus-Tribüne zum Rosenmontagszug überreichte, damit habe er „im Leben nicht gerechnet“ – wie auch zehn weitere Jecken, die sich am Ende des Tages über Zutrittskarten zum wohl exklusivsten Ort während des „Zochs“ freuten.“

 Denn für gewöhnlich sind es nur  Persönlichkeiten der Stadtgesellschaft oder eingeladene Gäste des Rathauses, die auf den knapp 200 Rängen Platz finden dürfen. „Nur ein ganz kleines Kontingent geht überhaupt in den freien Verkauf und ist rasend schnell vergriffen“, sagte Helma Wassenhoven, Leiterin des Büros für bürgerschaftliches Engagement.

 „Bibo“ Michael Knittel, „Ernie“ Christoph Ebbinghaus, Mika, Kian und Clemens (v.l.n.r.) wurden als erste für ihr „Sesamstraße“-Ensemble ausgezeichnet.

„Bibo“ Michael Knittel, „Ernie“ Christoph Ebbinghaus, Mika, Kian und Clemens (v.l.n.r.) wurden als erste für ihr „Sesamstraße“-Ensemble ausgezeichnet.

Foto: Alexander Esch

Zum bunten Kö-Treiben am Tulpensonntag veranstalteten Stadt und Schaustellerverband daher erstmals einen kleinen Kostümwettbewerb, um auch anderen Besuchern die Gelegenheit zu geben und ihre Kreativität dabei zu würdigen. Ausgewählt wurden die Gewinner von Stephan Keller und Schausteller-Chef Oliver Wilmering bei einem gemeinsamen Rundgang über die Kö. Zwar erfolgte dieser bereits am Vormittag, als die Prachtmeile sich gerade erst zu füllen begann. Doch auch um elf Uhr hatten sich schon einige sehr kreativ Kostümierte eingefunden, die an den Ständen der Schausteller vorbeischlenderten – oder sogar fuhren.

 Marion (l.) und Josefine fuhren auf dem von Oliver (r.) gesteuerten Piano, hinter dem sich ein Gabelstapler verbirgt. Oberbürgermeister Stephan Keller (m.) durfte auch mitfahren

Marion (l.) und Josefine fuhren auf dem von Oliver (r.) gesteuerten Piano, hinter dem sich ein Gabelstapler verbirgt. Oberbürgermeister Stephan Keller (m.) durfte auch mitfahren

Foto: Christopher Trinks

So wie Josefine, Marion und Oliver. Hier war es weniger die Verkleidung der drei, als das besondere Gefährt, das Keller und Wilmering überzeugte: ein Gabelstapler, der eine Art Klavierflügel als Karosserie hatte, auf dem die Damen als „Showgirls“ Platz nehmen konnten. „Damit fahren wir die Kö rauf und runter“, sagt Pianospieler Oliver. Für Live-Musik konnte er dabei auch sorgen: Denn unter der Flügel-Verkleidung verbarg sich ein echtes E-Piano.

 Freuen über die Karten durften sich auch Norbert Hey und Naemi Reymann als grüne Kö-Papageie.

Freuen über die Karten durften sich auch Norbert Hey und Naemi Reymann als grüne Kö-Papageie.

Foto: Christopher Trinks
Die letzten Tickets überreichte Oberbürgermeister Keller an die Schmetterlinge Marianne, Monika und Thomas.

Die letzten Tickets überreichte Oberbürgermeister Keller an die Schmetterlinge Marianne, Monika und Thomas.

Foto: Christopher Trinks

Fehlen beim bunten Straßenkarneval durften auch nicht die exotischen Bewohner der Kö. Dementsprechend waren Norbert Heyl und Naemi Reymann als „jröne Papageie“ verkleidet, standesgemäss mit Chanel-Täschchen ausgestattet. Die beiden kannten den Zug bisher sonst nur aus der Sicht von Teilnehmern, die mitgelaufen sind. „Jetzt freuen wir uns über eine neue Perspektive“, sagt Reymann lachend.

(ctri)
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