1. NRW
  2. Städte
  3. Düsseldorf
  4. Karneval in Düsseldorf

Karneval 2020/21 Düsseldorf: Rosenmontag fällt aus - große Umzüge abgesagt

Karnevalsession 2020/21 : Rosenmontag in Düsseldorf fällt aus

Die Karnevalsession fällt wegen der Corona-Pandemie zu großen Teilen aus. Die großen Umzüge werden abgesagt. Darauf haben sich die Karnevalisten aus Düsseldorf, Köln, Bonn und Aachen mit der Landesregierung verständigt. Beim Düsseldorfer Hoppeditzerwachen am 11.11. gilt Alkoholverbot.

Die Karnevalssession 2020/21 wird wegen der Corona-Pandemie weitgehend abgesagt. Die Karnevals-Komittees der Städte Düsseldorf, Köln, Bonn und Aachen verständigten sich am Freitag bei einem „Karnevals-Gipfel“ mit der Landesregierung auf eine weitgehende Reduzierung der Brauchtumsveranstaltungen in diesem Winter. So werden keine großen Umzüge stattfinden. Dies teilte das Presseamt der Stadt Düsseldorf mit. Auch der Präsident des Festkomitees Kölner Karneval, Christoph Kuckelkorn, bestätigte das Aus für den Sitzungskarneval nach dem Gespräch mit der Landesregierung. „Als Vertreter des immateriellen Kulturerbes rheinischer Karneval sind wir uns der Verantwortung bewusst, dass ein Fest wie der Karneval großen Einfluss auf das Infektionsgeschehen haben könnte“, sagte Kuckelkorn. „Niemand kann den Karneval absagen, aber wir können mit Augenmaß daran gehen, große gesellige Veranstaltungen zu unterlassen und stattdessen kleine, feine Veranstaltungen mit vernünftigen Hygienekonzepten durchzuführen.“

Auch Karnevalsbälle oder das Feiern auf der Straße werden demnach auf Grund der Corona-Schutzverordnung des Landes NRW nicht möglich sein. Lediglich sogenannte „karnevalistische Kulturveranstaltungen“ sollen unter strengen Auflagen stattfinden können.

Stefan Kleinehr, Vizepräsident beim Comitee Düsseldorfer Carneval, sagte: „Die Session 2021 wird uns allen viel Kreativität abverlangen, aber wir sind zuversichtlich, gemeinsam mit den Gesellschaften und Künstlern viele alternative Formate umsetzen zu können. Hier darf keiner allein gelassen werden.“

Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) sagte: „Diese Entscheidung kann angesichts der Pandemie-Lage niemanden überraschen.“ Es sei natürlich enttäuschend für die Vereine und die Jecken, dass der Karneval, wie wir ihn kennen, nicht möglich sein werde. „Immerhin haben die Vereine jetzt weitestgehend die Planungssicherheit, die für sie wichtig ist. Es ist für die Zukunft auch gut, dass das Land finanzielle Hilfen für die Karnevalsvereine in Aussicht gestellt hat“, sagte Geisel.

Durch diese Regelungen wird auch das Hoppeditz-Erwachen am 11.11. auf dem Düsseldorfer Rathausvorplatz nur „sehr eingeschränkt“ stattfinden können. Es wird eine Beschränkung der Personenzahl vor dem Rathaus geben, dazu ein striktes Alkoholverbot.

„Gesellige Karnevalsveranstaltungen" seien in diesem Jahr „nicht möglich", sagte auch der nordrhein-westfälische Staatskanzleichef Nathanael Liminski nach den Beratungen. Er rief die Karnevalisten auf, in diesem Jahr „zu Hause im kleinen Kreis" zu feiern. Mit diesem klaren Statement aus der Staatskanzlei sehe man nun „den Schutz der mit großem ehrenamtlichen Engagement agierenden Karnevalsgesellschaften gewährleistet“, sagte die Präsidentin des Festausschusses Bonner Karneval, Marlies Stockhorst.

Man habe alle Möglichkeiten durchgespielt, sagte Frank Prömpeler, Präsident Festausschuss Aachener Karneval, aber: „Gesundheitsprävention steht an erster Stelle, es kann hier kein Feiern um jeden Preis geben.“

(arl/felt/hsr)