Düsseldorf: Friedlich! Fröhlich! Kö-Treiben!

Düsseldorf: Friedlich! Fröhlich! Kö-Treiben!

Das Kö-Treiben ist Karneval auf die nette Art. Keine Saufgelage und Alkoholleichen, sondern gelassene Jecke aller Generationen. Besonders attraktiv hatten sich die Gruppen verkleidet. Bollerwagen mit Fass durften auch nicht fehlen.

Keine andere Karnevals-Veranstaltung ist so gelassen und locker wie das Kö-Treiben am Sonntag vor Rosenmontag. Jedes Jahr ist das so. Und zwar ganz egal ob frühlingshaft schön die Sonne scheint, oder wie gestern mit Regen, Graupel, Wind und ganz ganz wenig Sonne eigentlich alle Jahreszeiten einmal vorbeischauten. Dort wo heute die Wagen der Garden und von Jacques Tillydurchfahren, war gestern beste Stimmung. Kö-Treiben heißt im wahrsten Sinne, sich über die Königsallee treiben zu lassen. Und fotoscheu sollte man auch nicht sein, wenn man ein tolles Kostüm trägt.

Kö-Treiben heißt ja buchstäblich, sich über die Kö treiben zu lassen. Immer runter und wieder rauf, wie diese Musikgruppe mit Trommeln. Foto: Bretz Andreas

Die Idee des obligatorischen Bollerwagens hat der Bilker Karsten Klees etwa zur Perfektion gebracht. Sein Bollerwagen transportiert ein halbes Dutzend Kinder aus der Nachbarschaft an der Brunnenstraße. Er besteht aus drei Elementen, die mit Spanngurten zusammengehalten werden. Die drei Teile wurden passgenau für den heimischen Aufzug von ihm gefertigt. Als Römer und Griechen ging eine Gruppe um die beiden Grafenberger Alina und Dariusch, die auf ihr ursprüngliches Motto "Joga mit Toga" verzichteten und lieber ihr selbst mitgebrachtes Fassbier mit Passanten teilten. Als rote Clowns in perfekten Kostümen gingen die Mitglieder der TG '81 vom Volksgarten. Das nasskalte Wetter sei ihnen mehr als egal. "Wir ziehen immer", sagte Ursula Pohlmann. Eine Gruppe um Jan-Philipp Holthoff wiederum verkleidete sich als Computerspiel Tetris.

Karsten Klees Bollerwagen transportierte ein halbes Dutzend Kinder aus der Nachbarschaft an der Brunnenstraße an die Kö. Foto: Bretz Andreas
(RP)