Düsseldorf Familiäre und fröhliche Prunksitzung der Radschläger

Düsseldorf · Super Stimmung im ausverkauften Haus Gantenberg – und das, obwohl die Prunksitzung der Düsseldorfer Radschläger, Düsseldorfs zweitältester Karnevalsgesellschaft, gerade erst offiziell anfängt. Da schlägt selbst Prinz Michael I. den Gastgebern zu Ehren ein Rad, und die Jecken lohnen die akrobatische Darbietung ihres närrischen Oberhaupts mit donnerndem Applaus.

 Im ausverkauften Haus Gantenberg feierten 220 Jecke bis in den frühen Morgen.

Im ausverkauften Haus Gantenberg feierten 220 Jecke bis in den frühen Morgen.

Foto: Georg Salzburg(salz)

Super Stimmung im ausverkauften Haus Gantenberg — und das, obwohl die Prunksitzung der Düsseldorfer Radschläger, Düsseldorfs zweitältester Karnevalsgesellschaft, gerade erst offiziell anfängt. Da schlägt selbst Prinz Michael I. den Gastgebern zu Ehren ein Rad, und die Jecken lohnen die akrobatische Darbietung ihres närrischen Oberhaupts mit donnerndem Applaus.

Der brandet an diesem Abend in schönster Regelmäßigkeit auf, mal zeigen auch fliegende Bierdeckel, mal im abgedunkelten Saal geschwungene bunte Leuchtstäbe an, wie gut das Programm ankommt. Das moderiert Sitzungs- und KG-Präsident Günter Korth bestens gelaunt und humorvoll, und so mancher kleiner Schlagabtausch zwischen ihm und den Künstlern macht deutlich, wie vertraut man miteinander ist.

Und nicht nur das: Das durchweg hübsch kostümierte Publikum — es gibt unter anderem bezaubernde Hexen, süße Erdbeeren, Freibeuterinnen und Piraten, Pharaonen und auch den einen oder anderen zünftigen Indianer —ist ganz nah dran am Geschehen. Schließlich trennen Zuschauer- und Bühnenbereich nur wenige Meter. Die Bühne ist nicht sonderlich hoch, meist singen und sprechen die Künstler ohnehin davor, und genau das macht einfach gute Laune.

So fließen helle Freudentränen etwa beim Auftritt von Christian Pape und Stefan Bimmermann. Pape weiß auf urkomische Art davon zu berichten, was einen Mann erwartet, wenn seine Frau mit ihm einkaufen geht und nimmt Songs von Herbert Grönemeyer und Marius Müller-Westernhagen gewitzt aufs Korn. Und obwohl er sich eine Hüfte und einen Ellbogen gebrochen hat: Den Irish Dance in Holzschuhen im Duett mit Bimmermann lässt er sich trotzdem nicht nehmen und tanzt ihn eben im Sitzen mit.

Aber auch die anderen Künstler — darunter der Närrische Briefträger, De Fetzer, Et Zweijestirn mit witzig-politischen Liedern, der Hausmeister von nebenan und die mitreißende Band ohne Bart — treffen auf ein begeistertes, 220 Gäste starkes Publikum, das den durch und durch gelungenen Abend nach Programmende bei Musik und Tanz noch bis weit in den Morgen hinein verlängert.

(RP)
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