Düsseldorf: Bastien Angemeer ist der Regisseur des Rosenmontagszugs

Jeck im TV: Bastien Angemeer ist der Regisseur des Rosenmontagszugs in Düsseldorf

Zwei Mal führte Bastien Angemeer schon die Regie bei der ARD-TV-Sitzung. Für den Düsseldorfer Rosenmontagszug gab er nun seine Premiere.

Der Regisseur Bastien Angemeer ist schon lange eine feste Größe im TV-Geschäft. Für Erfolgs-Produktionen mit Millionenpublikum wie „Deutschland sucht den Superstar“, „Ich bin ein Star“ und „Wer wird Millionär“ war der 50-Jährige schon verantwortlich. Gerade führte er Regie bei „Das große Backen“ auf Sat.1. Vor der Regiearbeit für den Rosenmontagszug hatte der Kreativkopf, der auf einem Hof bei Hubbelrath lebt, größten Respekt. Eine außergewöhnliche Aktion war das: Für die ARD lieferten er und sein Team zu, für den WDR und die sozialen Kanäle, „alles eine konzertante Aktion“.

Hinter dem Rathaus im Übertragungswagen war seine Wirkungsstätte am Montag, zum ersten Mal war er der Verantwortliche für die Regiearbeit des viel beachteten Rosenmontagszuges, nachdem er sich schon zwei Mal mit der Inszenierung der ARD-TV-Sitzung (auch 2019 fast vier Millionen Zuschauer) einen tadellosen Namen gemacht hatte und zudem das Lob erhalten hatte, eine schöne Frische hineingebracht zu haben in den Brauchtums-Gipfel.

„15 Kameras waren im Einsatz“, bilanzierte Angemeer am Montag. „Das Prozedere wollte gut überlegt sein.“ Letzten Endes konnte der Rosenmontag nur auf einen Kaltstart hinauslaufen. „Was ich mir überlegen konnte im Vorfeld, das war der Einstieg, was danach kommt, ist eben bis zu einem gewissen Grad auch das freie Spiel der Kräfte, Reagieren auf Spontanes.“

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen: Zum Zoch zog sich Angemeer schon angemessen an. Er kam im „uralten“ Ledermantel vom Vater, dazu zierte eine kesse Perücke sein Haupt. Ein Hemd aus den Siebzigern hatte er auch an. „Ich mag diesen Stil, denn das hat was von Hippie, genau mein Ding“, sagt er. Nach der gewaltigen Herausforderung des Rosenmontagszuges wollte er sich das gepflegte Feiern nicht nehmen lassen. „Ich bin Düsseldorfer, ich liebe den Karneval, und man muss auch feiern können.“ Zudem sei er ein Menschenfreund durch und durch, betont er. Das Brauchtum könne die Menschen auf positive Art zusammenbringen. „Und am Ende des Tages ist es schön, wenn man – typisch Rheinländer – noch mal in geselliger Runde zusammenkommt.“ Daher verschlug es Bastien Angemeer am Montagabend nach seinem erfolgreichen Einsatz beim Zoch in die Altstadt in die Traditionskneipe Uerige zum Umtrunk. Am Dienstag geht der normale Alltag wieder für ihn los, das bedeutet auch, drei Mal die Woche Joggen, um sich fit zu halten für die Branche.

Brigitte Pavetic

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