Karneval in Düsseldorf Kaiserswerther Narren tanzen sich warm

Düsseldorf · Die Kaiserswerther Jecken bejubelten ihren ersten Veedelszoch. Dieser wurde von der Großen Kaiserswerther Karnevalsgesellschaft organisiert.

 Die Jecken wünschen sich, dass der Kaiserswerther Umzug zur Tradition im Stadtteil wird.

Die Jecken wünschen sich, dass der Kaiserswerther Umzug zur Tradition im Stadtteil wird.

Foto: Endermann, Andreas (end)

Auch wenn im Hinblick auf die Minustemperaturen das Winterbrauchtum sehr wörtlich zu nehmen war, schmälerte dies jedoch nicht den jecken Enthusiasmus beim ersten kleinen Veedelszoch der Großen Kaiserswerther Karnevalsgesellschaft. Wenn das Motto „Kieschwähter fiere dat Läwe“ heißt, dann werden eben die Zähne zusammengebissen, und die können dann auch vor Kälte nicht klappern.

Der Zug, der sich an der Ruine der Kaiserpfalz nach den Anweisungen von KG-Präsident Oskar Tasch-Schott formierte, und von Kinderprinzessin Leonie I. sowie ihrer Pagin – Kinderprinz Laurent I. war verhindert – in einer Fahrrad-Rikscha angeführt wurde, zog zunächst unter den Klängen von „Liebes kleines Funkenmariechen“ den Weg am Rhein entlang.

„Diese Temperaturen in weißen Strumpfhosen sind schon eine Herausforderung, aber für alle Fälle habe ich meine Krankenkarte dabei“, scherzte Sellerie-Prinz Volker I., dem aber von der guten Laune der Närrischen Marktfrauen, die ihn begleiteten, wärmer geworden sein dürfte. Auch die Abordnungen weiterer befreundeter Vereine hatten sich in den Premieren-Zug eingereiht.

„Die grundsätzliche Idee für einen Stadtteil-Karnevalszug gab es bereits als ich noch Burggraf bei den Nordlichtern war, und sollte weiter verfolgt werden, als uns schließlich Corona einen Strich durch die Rechnung machte“, erklärte Tasch-Schott. Damit das jecke Vorhaben auch nachhaltig in den Köpfen der Kaiserswerther Bevölkerung haften bleibt, verteilten die närrischen Aktivisten 300 bunte Blumensträuße, bisweilen mit spontan positiven Reaktionen. „Ich finde die Idee einfach super, das ist spitze“, schwärmte beispielsweise begeistert Uta Tackenberg.

Der Weg führte zum Biwak auf der Terrasse am Café Werthvoll an der St. Göres-Straße. Hier feierten die Prinzenpaare aus Erkrath und Hilden sowie das Düsseldorfer Prinzenpaar Prinz Dirk II. und Venetia Uåsa mit. Die Bands Jolly Family, der Karnevals-Combo „mit Häzz und Seel“ sowie De Fetzer heizten den Jecken ordentlich ein, sodass letztlich Kälteopfer nicht zu beklagen waren und auch der Sellerieprinz seine Krankenkarte wohl nicht brauchte.

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