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Karneval in Düsseldorf: Altweiber - die Möhnen eröffnen den Straßenkarneval

Karneval in Düsseldorf : Altweiber - die Möhnen eröffnen den Straßenkarneval

Pünktlich um 11.11 Uhr schneiden die Möhnen Oberbürgermeister Dirk Elbers die Krawatte ab und übernehmen das Düsseldorfer Rathaus. Mit dem Sturm der Frauen auf das Rathaus beginnt am Marktplatz in Düsseldorf der Straßenkarneval. Auch im Rest der Region übernahmen die Narren die Macht.

Dino ContiMica, Veranstaltungsleiter vom CC, strahlt über den jecken Auflauf am Rathaus. "Es ist voll wie nie und viele haben sich als Möhnen verkleidet. So wünschen wir uns das", sagt er. So wie er empfinden viele. "Irgendwie passt in diesem Jahr alles", sagt auch Olli, vom Duo Achim & Olli.

Mit Spannung wird im Rathaus FDP-Politikerin Marie-Agens Strack-Zimmermann erwartet. Und: sie enttäuscht auch in diesem Jahr nicht. Sie ist ganz Feuer und Flamme - "da es immer so kalt ist im Rathaus", sagt sie. Ähnlich kreativ: Bürgermeisterin Gurdrun Hock (SPD). Sie geht als die verrückte Hutmacherin aus Alice im Wunderland - immer mit dabei auch die Schere. "Ich habe schon jede Menge Krawatten", sagt sie.

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Ganz an das diesjährige Motto "Düsseldorf mäkt sech fein" hat sich OB Dirk Elbers gehalten. Er geht als Gourmet, der sich eben fein herausgeputzt hat. Auch er freut sich über den Ansturm. "Es heißt doch Altweiber und hier sind so viele junge Weiber", sagt er ganz charmant.

Kurz zuvor hatten die Möhnen noch an die Tür des Rathauses geklopft, konnten es kaum erwarten, um 11.11 Uhr endlich die Macht zu übernehmen und den Straßenkarneval zu eröffnen. Heike Kirsznik ist eine der ersten die ins Rathaus darf. Mit roter Perücke und geflochtenen Haaren und rot-weißer Kleidung stellt sie ein typisches "Düsseldorfer Mädchen" dar. "Seit mittlerweile sechs, sieben Jahren bin ich beim Rathausturm mit dabei", erzählt die Närrin, "doch früher waren wir noch eine ganze Gruppe, heute sind wir leider nur zu zweit."

Getreu dem Motto "Düsseldorf mäkt sech fein" haben sich viele Jecken am Donnerstag in Schale geworfen. Sonja Obermeyer etwa in zartem Rosa, mit Perücke und Schirm. Sie findet es gut, dass Venetia Pia in ihrer Session auf Pelz verzichtet. So hat Obermeyer das Motto auf ihrem Schirm umgedichtet in "Düsseldorf mäkt sich pelzfrei".

Yvonne Das zeigt ihre Verbundenheit zur Landeshauptstadt. Seit mittlerweile 13 Jahren lebt die Ostwestfälin in Düsseldorf. Weil es ihr hier so gut gefällt, hat sie sich ein Tattoo auf den Unterschenkel stechen lassen, das das Stadtwappen zeigt.

Ein paar Meter weiter am Carlsplatz geht es auch ziemlich bunt zu. Dort feiert der Venetien-Club ganz in Pink. Ex-Venetia Ute Heierz-Krings ist mittendrin: "Alle 16 Mädels sind heute pretty in pink." Auf der Bühne singen derweil die Fetzer, sie sind an diesem Donnerstag an vielen Standorten der Stadt zu sehen.

Auch um 15.30 Uhr ist immer noch reichlich los auf dem Marktplatz - das Programm auf der Bühne geht noch bis 16 Uhr. Das Wetter hat gehalten, ganz leicht fing es am Nachmittag an zu tröpfeln.

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(cwo)