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Abgelaufenes Popcorn als Kamelle bei Veedelszug in Düsseldorf-Eller?

Karneval in Düsseldorf : Abgelaufenes Popcorn als Kamelle bei Veedelszug in Eller?

Ein Bild von Popcorn mit überschrittenem Mindesthaltbarkeitsdatum hat auf Facebook eine Diskussion ausgelöst. Die Interessengemeinschaft Veedels-Zoch Eller zeigt sich überrascht.

Das in der Gruppe "Nett-Werk-Düsseldorf" geteilte Foto zeigt ein Päckchen, dessen Mindesthaltbarkeitsdatum auf April 2015 datiert ist. Der Nutzer, der das Bild hochgeladen hatte, sagte unserer Redaktion, er habe die betreffende Tüte am Sonntag beim Veedelszoch in Eller gefangen. In dem dazugehörigen Post schrieb er, ein Mann auf einem Fahrrad habe diese Tüten aus einem blauen Müllsack herausgenommen und geworfen. Inzwischen wurde der Post gelöscht.

Die Interessengemeinschaft Veedels-Zoch Eller zeigte sich über die Meldung überrascht. Nach Auswertung der Fotos und Rücksprache mit den angemeldeten Teilnehmern nimmt der Verein an, dass das Popcorn von keiner offiziellen Fuß- oder Wagengruppe geschmissen wurde. "Da auch keine Teilnehmer mit Fahrrad angemeldet wurden, gehen wir davon aus, dass sich jemand einen ganz üblen Scherz mit uns erlaubt hat", sagt Stefan Jacobi von der Interessensgemeinschaft Veedels-Zoch Eller. Falls tatsächlich abgelaufenes Popcorn verteilt wurde, vermutet er eine Einzelperson als Verantwortlichen.

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Kontrolle auf die Haltbarkeit des Wurfmaterials sei nicht machbar

Beim Veedelszug in Eller können sich Besucher in den Zug einreihen und einige Meter mitgehen. Eine Absperrung oder Kontrolle wie beim Rosenmontagszug sei organisatorisch nicht möglich, so der Vereinsvertreter. Die teilnehmenden Gruppen seien für die Beschaffung des Wurfmaterials zuständig.

"Ich lege aber meine Hand ins Feuer, dass keine der angemeldeten Gruppen dafür verantwortlich ist. Das sind alles erfahrene Karnevalisten, die den Zug schon seit Jahren mitgestalten", so Jacobi. Eine Kontrolle auf die Haltbarkeit des Wurfmaterials sei aufgrund der Menge nicht machbar. Als einzige Bestimmung gelte, keine scharfen oder schwere Gegenstände als Kamelle zu benutzen.

Die Reaktionen auf Facebook fallen unterschiedlich aus: Einige Zugbesucher berichten davon, dass so etwas in Eller schon in den vergangenen Jahren vorgekommen sei. Der Großteil der Nutzer erinnert an den Unterschied zwischen Mindesthaltbarkeitsdatum für den Verkauf und Verbrauchsdatum für etwaige gesundheitliche Schäden.

Dies ist eine korrigierte Fassung des Artikels. Ursprünglich hatten wir geschrieben, der Nutzer wolle den Kamellewerfer ausfindig machen und er habe den Post selbst gelöscht. Beides trifft nach Aussage des Nutzers nicht zu.

(ctri)