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Rheinufer: Kampagne für saubere Ufer

Rheinufer : Kampagne für saubere Ufer

25 Grad und ganz viel Sonnenschein - das plötzliche Frühsommerwetter hat am Samstag für einen Ansturm auf den Rheinwiesen gesorgt. Ob Familien, Pärchen oder größere Gruppen - sie alle nutzten das Wetter zum entspannten Picknicken oder Grillen im Freien. Weil dabei aber auch viele Ausflügler ihren Müll achtlos zurücklassen, startete die Stadt mit der Neuauflage ihrer im vergangenen Jahr begonnenen Kampagne "Unsere Stadt. Unser Ufer. Unsere Verantwortung" genau zum richtigen Zeitpunkt.

Promotionsteams warben auf beiden Rheinseiten für mehr Sauberkeit an den Ufern. Sinem (19) und Mariann (26) waren linksrheinisch auf der Oberkasseler Rheinwiese unterwegs. Mit Gratispostkarten und -müllsäcken riefen die Promoterinnen die Besucher dazu auf, keinen Abfall liegenzulassen. Deren Reaktionen waren überwiegend positiv.

Auch Michele (41) und Melanie (33) zeigten sich von der Aktion begeistert. "Das ist eine sehr gute Sache", sagten sie. "Wenn wir zum Grillen kommen, wollen wir ja auch keinen Müll von unseren Vorgängern finden." Mit einer großen Gruppe treffen sie sich jedes Jahr unter der Oberkasseler Brücke und feiern den Saisonabschluss der DEG. Dabei machen sie keine halben Sachen: Sie haben Klapptische, Campingstühle, unzählige Salate, mehrere Grills und Bierfässchen dabei. "Und massig Mülltüten", sagt Michele. "Das ist selbstverständlich."

40 zusätzliche Mülltonnen

Im vergangenen Jahr hätten sich viele der Rheinwiesen-Besucher darüber beklagt, dass es nicht ausreichend oder nur zu weit entfernte Mülleimer gibt, erinnert sich Sinem. Deswegen hat die Stadt zu den 160 ganzjährig montierten Abfallbehältern jetzt rund 40 zusätzliche Mülltonnen am Kiesbett aufgestellt. "Das ist echt gut", findet David. "Dann ist der Weg nicht mehr so weit." Der 17-Jährige feierte am Samstag am Rheinufer mit zwölf weiteren Freunden den Geburtstag seines Cousins. Einen Einkaufswagen voller Lebensmittel und Grillgut hatten sie dabei. "Wir versuchen unseren Müll mitzunehmen", sagt David, gibt aber auch zu: "Das klappt nicht immer, manches fliegt auch einfach im Wind davon." Die Aufklärungskampagne der Stadt sieht er skeptisch. "Das bringt nicht viel."

Die DEG-Fans Thorsten (49) und Frank (35) dagegen finden die Aktion gegen den Müll "perfekt". Niemand habe mehr die Ausrede, dass er nicht wisse, wohin mit seinem Müll. Thorsten: "Ich verstehe nicht, wie es sein kann, dass die Leute einen vollen Kasten Bier zum Rhein schleppen, aber leer nicht wieder mit zurücknehmen können."