Juwelendieb will Düsseldorfer Polizisten zu vergrabener Beute führen

Auf Schatzsuche : Juwelendieb will Polizisten zu vergrabener Beute führen

(wuk) Über sechs Jahre hatten Schatzsucher bislang Zeit, in einem Waldstück die Beute aus einem Überfall auf einen Unterbacher Juwelier zu entdecken. Das enthüllte gestern ein Ex-Drogensüchtiger (31) per Geständnis beim Landgericht.

Er bestätigte die Anklage, wonach er im Juni 2011 den Juwelenraub mit einer ungeladenen Schusswaffe verübt habe. Dabei waren ihm 400 Euro in bar in die Hände gefallen sowie mehr als 50 Schmuckstücke für fast 14.000 Euro. Den Großteil davon, so gab er jetzt an, habe er damals in einem Waldstück vergraben. Als Student und Drogenkonsument, zerstritten mit seinem Vater wegen fälliger Unterhaltszahlungen, habe er vor sechs Jahren dringend Geld gebraucht, sich daher zum Raubzug entschlossen. Doch nur wenige der funkelnden Beutestücke habe er damals verkauft, sich davon dann ins Ausland abgesetzt. Dass er nach mehr als sechs Jahren jetzt doch noch angeklagt wurde, hat er einer Ex-Freundin zu verdanken: Sie soll den Tipp auf den Angeklagten geliefert haben. Der will jetzt die Polizei sogar zum Schatzversteck im Wald führen, damit die einst verbuddelten Preziosen dem Raubopfer nun zurückgegeben werden. Falls nicht ein Waldspaziergänger inzwischen schon über das Versteck gestolpert ist und es ausgeräumt hat. Der Prozess wird fortgesetzt.

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