Düsseldorf: Jugendhaus unterstützt die Seelsorge

Düsseldorf : Jugendhaus unterstützt die Seelsorge

Andrea Farnschläder leitet seit Anfang des Jahres das katholische Jugendhaus, das Dienstleister für verschiedene Einrichtungen ist.

Nach 20 Jahren in der Wirtschaft ist sie jetzt genau da, wo sie hin will: Andrea Farnschläder ist seit dem 1. Januar die Direktorin des katholischen Jugendhauses am Carl-Mosterts-Platz. Die Verbandsarbeit und Unterstützung der katholischen Jugendseelsorge ist für die 43-Jährige nicht nur ein Job, sondern ein Herzenswunsch - obwohl das Jugendhaus vielen Düsseldorfern kein Begriff ist.

"Jeder Mensch hat das Bedürfnis, Gutes zu tun", sagt Farnschläder. "Es braucht dazu nur den richtigen Rahmen." Das Jugendhaus setzt sich daher als Dienstleister für die Aktivitäten und eine positive Entwicklung der verschiedenen Einrichtungen des "Bundes der Deutschen Katholischen Jugend" (BDKJ) und der "Arbeitsstelle für Jugendseelsorge" (AfJ) der Deutschen Bischofskonferenz ein. Doch Farnschläder sieht sich nicht nur jungen Menschen verpflichtet: "Eine starke Jugend braucht einen starken Verband. Es sind diese gemeinsamen Aktivitäten, die alle Katholiken miteinander verbinden."

Durch ihr Studium und als Geschäftsführerin verschiedener Unternehmen sammelte die gebürtige Augsburgerin Erfahrungen, die sie jetzt "für die gute Sache" einsetzen könne. "Verbände müssen schließlich auch aus wirtschaftlicher Perspektive funktionieren", sagt Farnschläder. Als Mutter von zwei Söhnen - Johannes (7) und Carl (9) - liege ihr die Jugendarbeit persönlich am Herzen: "Jugendliche befinden sich in einer Phase ihres Lebens, in der sie mehr denn je Orientierung suchen." Durch außerschulische Bildungs- und Freizeitangebote sei es möglich, wichtige Werte wie Demokratie zu vermitteln.

Farnschläder sieht ihre Aufgabe aber nicht zuletzt darin, der katholischen Jugendarbeit finanziell "den Rücken freizuhalten". "Wir kümmern uns zum Beispiel um Versicherungsfragen von Jugendverbänden und sorgen somit auf unsere Weise für die Sicherheit der Kinder und Jugendlichen." Als Christin empfindet die 43-Jährige eine besondere Verantwortung, nicht nur gegenüber jungen Katholiken: "Nicht die Jugend braucht die Gesellschaft, sondern die Gesellschaft braucht die Jugend." Der größte Teil der Jugendarbeit in Deutschland werde durch christliche Verbände und Träger geleistet. Laut Farnschläder komme die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sogar originär aus der Kirche, die sich mit Pfadfindern, Messdienertätigkeiten und der Jugendseelsorge in Deutschland schon lange für junge Menschen stark mache.

Die finanzielle Stärke dieser Einrichtungen zu sichern sei eine Aufgabe, die Farnschläder viel Freude bereitet - auch, wenn viele nicht gläubige Düsseldorfer sich der Funktion des Jugendhauses nicht bewusst sind. "Wir betreiben hier nicht nur Förderpolitik, sondern sind Dienstleister für die gesamte katholische Jugendarbeit", sagt Farnschläder. Katholiken sei das Jugendhaus, dass es immerhin schon seit über 100 Jahren gibt, eher ein Begriff.

"Hier habe ich ein ganz neues Aufgabenfeld", freut sich die neue Direktorin über ihre neue Position. "Ich arbeite in einem unglaublich engagierten Team und habe schon in der kurzen Zeit viele positive Menschen kennengelernt."

(bur)