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Judith Hermann liest aus "Daheim" im Heine Haus

Auch Lesungen starten wieder : Judith Hermann kommt ins Heine Haus

Die Zeit der Lesungen mit Publikum hat wieder begonnen. Die Literaturhandlung Müller & Böhm im Heine Haus hat zum „literarischen Neustart“ namhafte Schriftsteller eingeladen.

Weil Harry Heine (1797–1856) ein echter Dichter war, findet sich so manches in seinem Werk, was auch der Gegenwart sehr dienlich ist – selbst in Pandemiezeiten wie den unseren. Harry hat ja Vergleichbares in Paris erleben müssen, als dort im Jahre 1832 die Cholera ausbrach – mit damals verheerenden Folgen. Sehr lesenswert ist darum die neu aufgelegte Sonderausgabe seines Pariser Berichtes „Ich rede von der Cholera“ bei Hoffmann und Campe (64 Seiten, 14 Euro).

Heine wusste auch, dass Literatur in krisenhaften Zeiten fast immer hilfreich ist, und so hätte ihn die Nachricht schon mordsmäßig gefreut, dass auch in seinem Geburtshaus an der Bolker Straße 53 endlich wieder Autorinnen und Autoren kommen und ihre oder auch fremde Werke vorstellen werden. Wie zum Beispiel die vierbändige Gesamtausgabe der Werke des gleichfalls großen, viel zu früh verstorbenen Düsseldorfer Dichters Thomas Kling (1957–2005). Auf rund 2000 Seiten sind sämtliche Bücher und dazu zahlreiche, weitgehend unbekannte Gedichte und Essays versammelt. 15 Jahre nach seinem frühen Tod sei es an der Zeit, sein sprachliches Universum vollständig zu erkunden und zu entdecken, heißt es. Mit Marion Poschmann, Marcel Beyer und Oswald Egger werden am Mittwoch, 7. Juli, um 19.30 Uhr – wie es so schön heißt – namhafte Dichter das Werk Thomas Klings vorstellen; es moderiert Hubert Winkels.

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Einen Tag zuvor wird Judith Hermann ihren neuen, allseits bereits sehr gerühmten Roman „Daheim“ vorstellen: Am Dienstag, 6. Juli, liest die 1970 in Berlin geborene Autorin ebenfalls um 19.30 Uhr aus ihrem neuen Buch, das für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert wurde.

Und schon am Freitag, 2. Juli, ist um 18.30 Uhr die ugandische Autorin Jennifer Nansubuga Makumbi virtuell zu Gast bei Heine und wird ihre preisgekrönten Erzählungen präsentieren. Moderiert wird der Abend von Eva Ulrike Pirker. Sie ist Dozentin am Institut für Anglistik und Amerikanistik der Heinrich-Heine-Universität (HHU). Die deutschsprachigen Passagen liest Rudolf Müller vor, Jennifer Makumbi ist per Livestream zugeschaltet. Da es an diesem Abend auch um die Kunst des Übersetzens gehen soll, werden zudem Janna Krampe und Madeleine Rösler, Studierende im Masterstudiengang Literaturübersetzen der HHU, Einblicke in ihre Arbeit mit Makumbis Texten geben. Die Veranstaltung wird Live gestreamt über den Youtube-Kanal des Heine Hauses.

Info Weiterhin gibt es wegen notwendiger Hygienemaßnahmen nur ein begrenztes Platzangebot in der Literaturhandlung, deshalb sind Anmeldung zu den Lesungen erforderlich, unter:
info@heinehaus.de