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Düsseldorf: Jröner Jong in Wasser- und Licht-Skulptur

Düsseldorf : Jröner Jong in Wasser- und Licht-Skulptur

Die Düsseldorfer Jonges, mit 2500 Mitgliedern der größte Heimatverein der Stadt, hat lange über ein passendes Geschenk zum 725. Geburtstag der Stadt nachgedacht – und hat sich dann entschieden: Eine Mischung aus Kunst, Heimatnähe, Traditionsbewusstsein und Sinn für die Sympathien der Düsseldorfer sollte es sein. Das Ergebnis: Die Jonges schenken der Stadt einen neu in Szene gesetzten Jrönen Jong.

Die Düsseldorfer Jonges, mit 2500 Mitgliedern der größte Heimatverein der Stadt, hat lange über ein passendes Geschenk zum 725. Geburtstag der Stadt nachgedacht — und hat sich dann entschieden: Eine Mischung aus Kunst, Heimatnähe, Traditionsbewusstsein und Sinn für die Sympathien der Düsseldorfer sollte es sein. Das Ergebnis: Die Jonges schenken der Stadt einen neu in Szene gesetzten Jrönen Jong.

Das Monument an sich wird natürlich nicht verändert, selbst seine grüne Patina (die ihm den Namen gab) steht unter Denkmalschutz. Aber seine Darbietung, die darf verändert werden. Kanja Také, in Deutschland geborener japanischer Künstler, liefert den Entwurf und setzt ihn auch um.

Die Idee: Die Figur wird künftig nicht nur ihre rund 2,50 Meter hohe Fontäne haben, sondern in ein Oval aus Licht und Wasser gehüllt. "Water-Egg" (also: Wasser-Ei) nennt Také sein Werk, das in einer langsamen Bewegung, Atmung gleich, den Blick auf die Skulptur lenken soll. Derzeit wird noch geprüft, in welchem Rhythmus sich das Ei bewegen, sich aufbauen und wieder schrumpfen soll. Denkbar ist es, dass es sich nach der Bewegung vorbeigehender Menschen richtet. Ein Bewegungsmelder könnte dies steuern, aber man sieht noch technische Probleme für den Fall, dass Kinder den Effekt erkennen und immer wieder hin- und herrennen. Oder dass zu viele Menschen gleichzeitig vorbei flanieren. Die sich überkreuzenden Wasserfontänen, illuminiert von im Wasser installierten LED-Leuchten, werden von einem Computer gesteuert und werden den Jrönen Jong entweder völlig umhüllen (dabei aber in seinen Konturen sichtbar lassen) oder aber freigeben.

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Während eines Bürgerfestes am 13. September wird das Werk offiziell übergeben und eingeschaltet. Bis 18. September wird es bei einer zusätzlichen Lichtperformance auf einer aufgespannten Leinwand in Szene gesetzt.

Die Kosten: Jonges-Baas Wolfgang Rolshoven erklärte, man bewege sich im Budget von 50 000 Euro, die in einer Mitgliederversammlung genehmigt worden waren. Die Tischgemeinschaft "De Schwadlappe" wird die Pflege des Brunnens übernehmen. Mit der Stadt hat man eine Art Patenschaftsabkommen geschlossen, hieß es gestern. Das auf Licht- und Wasserstrahlen basierende Kunstwerk schaltet sich immer erst in den Abendstunden, bei schwindendem Licht zu. Es soll die vertraute Fontäne nicht ersetzen.

Bei frostigen Außentemperaturen wird das Werk nicht zu sehen sein — wie andere Brunnen auch, wird es abgeschaltet.

(RP)