Hetjens-Museum zeigt Keramiken aus Hentrich-Sammlung: "Japan und Jugendstil"

Hetjens-Museum zeigt Keramiken aus Hentrich-Sammlung: "Japan und Jugendstil"

Düsseldorf (dto). Kostbare Keramiken zeigt das Hetjes-Museum ab Sonntag in seiner Ausstellung "Japan und Jugendstil". Zu sehen sind 135 Objekte aus der Sammlung des Architekten und Kunstsammlers Helmut Hentrich. Der 2001 im Alter von 96 Jahren verstorbene Hentrich war einer der wichtigsten Mäzene des Museums.

Seine Sammlung, die vor allem Jugendstil-Keramik und japanische Teekeramik umfasst, wird zu Ehren seines 100. Geburtstages nun erstmals nahezu komplett ausgestellt. Die Stücke werden bis einschließlich 25. September gezeigt.

Der gebürtige Krefelder Hentrich, der seit den 30er Jahren in Düsseldorf lebte und arbeitete, gilt als einer der führenden deutschen Architekten des 20. Jahrhunderts. Von ihm stammen unter anderem das Dreischeiben-Hochhaus von Thyssen-Krupp in Düsseldorf und das BASF-Hochhaus in Ludwigshafen. Mit großem Interesse für Kunst und Kultur baute Hentrich privat eine umfangreiche Glas- und Keramiksammlung auf, von der er Teile bereits ab den 60er Jahren den Düsseldorfer Museen vermachte.

Schwerpunkt in Hentrichs Sammlung ist der französische Jugendstil. Die Ausstellung zeigt unter anderem Porzellankatzen und ein Löwenpaar aus der Produktion von Emile Gallé sowie Stücke von Pierre-Adrien Dalpayrat und Paul Jeanneney - allesamt Mitglieder der Gruppe "Arts du Feu", die auf der Pariser Weltausstellung von 1900 mit japanisch inspirierten Arbeiten Furore machten. Zu sehen sind auch Porzellankeramiken von Ernst Barlach.

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Hentrichs Sammlung japanischer Keramik umfasst insbesondere Teeschalen und Wassertöpfe aus der Zeit des 18. bis 20. Jahrhunderts. Die japanische Teekeramik war im 16. Jahrhundert im Geist des Zen-Buddhismus und im Zusammenhang mit der Kunst der Teemeister entwickelt worden.

Das Hetjens-Museum stellt in seiner ständigen Sammlung weltweit einmalig die Keramikgeschichte von ihren Anfängen bis in die Gegenwart durch alle Kulturen vor. Es wurde 1909 auf der Grundlage des Vermächtnisses des Industriellen und Kunstsammlers Laurenz Heinrich Hetjens (1830-1906) als städtisches Museum eröffnet. Im Laufe der Jahrzehnte baute das Museum seine Sammlung durch Ankäufe und Schenkungen aus und zeigt nun 8000 Jahre Keramikgeschichte.

(afp)
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