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Düsseldorf: Jana freut sich auf Hoppeditz-Auftritt

Düsseldorf : Jana freut sich auf Hoppeditz-Auftritt

Heute ist der traditionelle Termin, an dem der Hoppeditz erwacht. Seit ein paar Jahren feiern aber auch die kleinen Düsseldorfer ihren eigenen Sessions-Start: Samstag um 11.11 Uhr ist das Haus des Karnevals der Treffpunkt.

Die neunjährige Jana Lehne hat einen großen Wunsch: "Ich würde mich freuen, wenn am Samstag ganz viele Kinder zu unserer Kinder-Hoppeditz-Veranstaltung kämen." Treffpunkt für alle ist um 11.11 Uhr am Hoppeditz-Denkmal am Haus des Karnevals. Den kleinen Hoppeditz gibt es noch nicht ganz so lange wie den Großen.

Zum dritten Mal schlüpft Jana in das Kostüm des Kinderhoppeditz. Foto: Bretz, Andreas (abr)

Die Idee dazu hatte Barbara Oxenfort, die gemeinsam mit ihrem damaligen Prinzen Josef Hinkel die Förderaktion "Pänz in de Bütt" ins Leben gerufen hatte. In diesem Projekt werden Kinder und Jugendliche spielerisch gecoacht, damit sie schon mal ab und zu auf der Bühne stehen - und damit der Düsseldorfer Karneval gezielt Nachwuchs trainiert.

Jana Lehne ist schon seit vier Jahren bei "Pänz in de Bütt" und die Kinderhoppeditz-Nachfolgerin von Paula Hoppe. "Irgendwann werden sie auch zu alt für die Figur", so Barbara Oxenfort. Aber Jana ist ja erst neun Jahre alt - und kann sich noch auf viele Auftritte als Hoppeditz freuen. Ihre aktuelle Rede - geschrieben von Mundartbaas Mario Tranti - kann sie schon perfekt auswendig. Einmal hat sie sie bereits gehalten. Alles in Platt - so wie immer, wenn sie auf der Bühne steht.

Jana Lehne und der Retriever Avelino sind ein Herz und eine Seele. Die Neunjährige lebt mit ihren Eltern in Oberkassel. Foto: Andreas Bretz

Jana geht in die 4. Klasse der Don-Bosco-Montessori Schule in Oberkassel. In dem Stadtteil lebt sie auch mit Mutter Svenja und Vater Olaf Lehne, Anwalt und CDU-Politiker. Und mit Avelino, einem Flatcoatet Retriever. Denn Hunde liebt Jana über alles. Und Pferde. Einmal in der Woche reitet sie in einem Stall in Niederkrüchten.

Im Karneval ist sie zum ersten Mal vor vier Jahren aufgetreten. Ihr Lied hieß damals "Mer hant en Katz", später kam dann "Wenn Kinder froge" dazu. Der Karnevalssänger Ralph Marquis ist ihr Pate - jeder bei "Pänz in de Bütt" hat einen Profi an seiner Seite, der Tipps und Tricks vermittelt. Mit ihm ist Jana auch ein paar Mal als Duo aufgetreten. "Aber singen kann ich nicht so gut, darum halte ich lieber Büttenreden", hat Jana erkannt. Die können dann auch schon mal zehn oder zwölf Minuten dauern.

Sie wird schon gut gebucht in der Session, meistens gibt es dafür auch ein kleines Honorar. "Das CC hat allen Eltern empfohlen, davon ein Sparbuch anzulegen und es den Kindern zu geben, wenn sie 18 Jahre alt sind", erzählt Svenja Lehne.

Was Jana, die später mal Schauspielerin werden will, bei einem Auftritt am schönsten findet? "Applaus ist schon toll." Ihr fällt auch gleich ein, was sie doof findet. "Wenn gar keiner zuhört - das hatte ich auch schon mal im Henkel-Saal." Darum tritt sie auch nicht so gerne vor Kindern auf, weil die das Düsseldorfer Platt nicht verstehen. Ältere dagegen können es richtig einordnen und auch verstehen. Den größten Auftritt hatte Jana bei einer KaKaJu-Sitzung im Congresscenter mit 1300 Zuschauern. "Das war richtig toll, die haben alle applaudiert." Ihr jeckes Ziel? "Den erwachsenen Hoppeditz zu machen - aber noch bin ich zu jung."

(RP)