Hafenpläne: Ist der Konflikt wirklich zu lösen?

Hafenpläne: Ist der Konflikt wirklich zu lösen?

Der Ausgang des Gerichtsverfahrens ist in mehrfacher Hinsicht spannend. Zum einen hängt natürlich vom Richterspruch davon ab, ob die Entwicklung des Hafens als Wohngebiet auf dem jetzigen Stand eingefroren wird oder ob Wohnen und (industrielles) Arbeiten noch näher zueinander rücken.

Die Argumentation der Richter wird interessant sein: Folgen sie der Bezirksregierung, die eine Klagewelle der potenziellen Bewohner wegen Geruchs- und Lärmbelästigungen fürchtet? Oder schließen sie sich der Haltung der Stadt an: Die Grenzwerte werden nicht überschritten, und wer dorthin ziehe, wisse schon, was ihn erwartet. Das Ergebnis ist völlig offen.

Zum anderen ist die Entscheidung spannend, weil sie noch in den Landtagswahlkampf hineinspielen könnte — falls das Verfahren bereits für April terminiert wird. Dann ist es vor allem interessant zu beobachten, wie die wahlkämpfenden SPD-Kandidaten damit umgehen. Allen voran Jürgen Büssow. Der Mann, der als Regierungspräsident sagt, er finde Wohnen im Hafen selber prima. Nur müsse es sich mit dem Arbeiten vertragen. Würde er den Hafen als dann um den Einzug ins NRW-Parlament ringender Sozialdemokrat thematisieren?

(RP)