Instagram: Surreale Fotos aus Düsseldorf

Surreale Fotos: Düsseldorfer erobert Instagram

In der Landeshauptstadt ist der Neu-Düsseldorfer Robert Jahns noch wenigen bekannt. Weltweit begeistert der 27-Jährige allerdings mehr als 600.000 Menschen auf Instagram. Seine Bilder fotografiert er mit dem iPhone und bearbeitet sie mit Apps, so dass sie zur surrealen Bildkunst werden.

Mittlerweile nutzen deutschlandweit mehr als 30 Millionen Menschen den mobilen Foto-Sharingdienst. Mit dem Smartphone werden Fotos erstellt, bearbeitet und über das soziale Netzwerk verbreitet. Unter dem Pseudonym nois7 hat Robert Jahns seit fast drei Jahren schon mehr als 460 Bilder eingestellt. "Andere sind da vielleicht aktiver, aber was ich mache, sind keine Urlaubsfotos oder Schnappschüsse, sondern digitale Bildkunst", erklärt der 27-Jährige. In seinem Metier dürfte er damit deutschlandweit einer der populärsten Instagramer sein.

Verfremdung nennt man das, was dann auf seinen Bildern zu sehen ist. Er spielt mit der Grenze zwischen Realität und Fantasie, wenn eine Walflosse sich ihren Weg durch die Kanäle der Stadt Venedig bahnt oder etwa ein Elefant mit tausenden bunten Ballons durch die Lüfte über New York schwebt. Ob seine Traumwelten nicht doch real sein könnten, weiß der Betrachter manchmal nicht. "Die Aufnahme von Venedig ist echt", bekräftigt der Fotokünstler. "Genauso wie die Skyline von New York." Entstanden sind die Aufnahmen meist auf einer seiner Reisen. Allerdings wurde das Bild dann mit speziellen Programmen auf seinem iPhone 5s verfremdet. Die Bearbeitungszeit kann zwischen zwei Stunden und mehreren Tagen dauern.

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"Ich will mit meinen Bildern andere Nutzer bewegen" erklärt Jahns. "Ich freue mich, wenn sie sich damit beschäftigen, die Bilder kommentieren oder ich ihnen ein Lächeln hervorrufen kann." Netzwerken sei in seinem Beruf wichtig. Während seine Landschaftsaufnahmen und vor allem auch die Skylines von New York, Paris oder Venedig eine internationale Anmutung haben, können die Protagonisten seiner Bilder durchaus einen lokalen Bezug haben. "Wenn ich beispielsweise eine Bildidee mit einem Reh habe, dann muss ich dafür nicht weit fahren. Der Grafenberger Wald bietet sich für dieses Motiv ideal an", erklärt Jahns, der vor etwa einem halben Jahr wegen seiner Verlobten an den Rhein gezogen ist. Später will er lieber im Ausland leben. Jahns ist selbstständig, ist ursprünglich Art Director, arbeitete in der Medienbranche und layoutete diverse Homepages. Doch mehr und mehr setzt der 27-Jährige auf seine eigene Bildkunst. Fünf seiner Motive, darunter auch der schwebende Elefant in New York, vertreibt er über das Internet. "Ich plane dieses Jahr eine Ausstellung in New York", sagt der Foto-Künstler.

Aber auch Galerie-Tourneen in Deutschland sind geplant, und zwar dort, wo er die meisten Fans auf Instagram hat, in Hamburg oder Berlin. Überraschenderweise sind die Fans seiner surrealen Bilder überwiegend männlich, erzählt Jahns.

(isf)
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