Düsseldorf: Insolvenzantrag der Bordelle an der Rethelstraße

Düsseldorf: Insolvenzantrag der Bordelle an der Rethelstraße

Beim Amtsgericht Düsseldorf wird demnächst womöglich ein Insolvenzverfahren über die PRD GmbH Pensionsbetriebe Rethelstraße Düsseldorf eröffnet. Der unscheinbar klingende Name steht für die Firma, die bis Ende vorigen Jahres mehrere Bordelle an der Rethelstraße betrieb. Einer der beiden Gesellschafter des Unternehmens: Bert Wollersheim (62), bundesweit bekannter Bordellkönig. Derzeit hält erholt er sich auf Lanzarote.

Das Amtsgericht bestätigte gestern, dass es unter dem Aktenzeichen 501 IN 249/13 tatsächlich einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gibt. Ob es tatsächlich zu einem Verfahren kommt, ist jedoch noch offen. Es wurde auch noch kein Insolvenzverwalter bestellt, der ein solches Verfahren betreuen würde.

Anlass für den Antrag auf Feststellung der Zahlungsunfähigkeit sind Daten, die sich aus Durchsuchungen der Staatsanwaltschaft ergaben. Danach hat das Unternehmen im großen Umfang Zahlungen an das Finanzamt nicht geleistet und muss nun mit Nachforderungen rechnen, die es nicht wird begleichen können. Die Durchsuchungen waren Folge eines Strafverfahrens, das derzeit vor dem Landgericht Düsseldorf läuft. Dort geht es um den Vorwurf, in den Bordellen seien Kunden mit K.-O.-Trophen außer Gefecht gesetzt worden, um dann mit EC- und Kreditkarten ihre Konten zu plündern. Angeklagt ist unter anderem ein früherer Geschäftsführer und Partner von Wollersheim.

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  • Fotos : Bert Wollersheims Heimkehr aus der Haft

Wollersheim selbst will auch von dieser erneuten Wendung nichts wissen und erklärte laut Bild-Zeitung nur, er habe damit nichts zu tun gehabt, sondern sich auf seine Manager verlassen. Im Strafverfahren wurde der frühere Chef der Betriebe nicht angeklagt: Es gab keine ausreichenden Hinweise darauf, dass er von den Machenschaften gegen die Freier wusste.

(ho)
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