Ex-WestLB in Düsseldorf: Innenministerium zieht in Portigon-Haus

Ex-WestLB in Düsseldorf: Innenministerium zieht in Portigon-Haus

Der Mietvertrag für die Flächen an der Friedrichstraße 62 bis 80 wurde am Mittwoch unterzeichnet. Das Ministerium muss aus seinem bisherigen Gebäude an der Haroldstraße ausziehen, weil es asbestbelastet ist.

Das nordrhein-westfälische Innenministerium zieht nun definitiv in das Portigon-Gebäude in Friedrichstadt. Der entsprechende Mietvertrag für rund 45.000 Quadratmeter Fläche wurde unterzeichnet, wie die unsere Redaktion erfuhr. Die neuen Büros des Ministeriums liegen in den Gebäuden an der Friedrichstraße 62 bis 80. Derzeit arbeiten dort noch Portigon-Mitarbeiter, die vermutlich für den Umbau der Räume in ein anderes Gebäude des Komplexes umziehen müssen.

Im Ministerium hatte man in der Vergangenheit deutliches Interesse an dem Gebäude signalisiert. "Die Gespräche nehmen einen konstruktiven Verlauf", hatte Klaus Killinger, bei Portigon für das Immobilienmanagement zuständig, bereits Anfang des Jahres erklärt.

Nach dem Aus für die Landesbank WestLB und der Gründung des deutlich kleineren Nachfolge-Instituts Portigon wurden in dem gigantischen Komplex in Friedrichstadt große Flächen frei. Im Februar wurde dann bekannt, dass die Deutsche Bank Büros in dem Gebäude anmieten wird — und zwar in dem Gebäudeteil an der Herzogstraße 15. Das Geldinstitut will insgesamt mindestens 6000 Quadratmeter Bürofläche dort nutzen.

Rund 400 Mitarbeiter, die derzeit in der Deutsche-Bank-Zentrale an der Königsallee untergebracht sind, sollen dem Vernehmen nach künftig dort ihre Arbeitsplätze haben. Der Mietvertrag der Deutschen Bank beginnt am 1. Juli des kommenden Jahres.

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Ein halbes Jahr später ist dann der neue Nachbar da: Das Innenministerium hat die neuen Räume ab dem 1. Dezember 2014 gemietet, dann kann der Umzug der rund 850 Mitarbeiter des Hauses beginnen. Das Ministerium sitzt derzeit in einem asbestbelasteten Gebäude an der Haroldstraße — nötige Brandschutzarbeiten hätten sich dort nicht mehr gerechnet.

Insgesamt gibt es in den Portigon-Gebäuden an der Friedrichstraße/Ecke Herzogstraße fast 100.000 Quadratmeter Bürofläche aus Ex-WestLB-Beständen. Mit dem Innenministeriums-Einzug wird fast die Hälfte davon auf einen Schlag vermietet — einer der größten Mietverträge in Düsseldorf in den vergangenen Jahren. Zum Vergleich: Die bisher größte Einzelvermietung des Jahres war die (noch nicht fertige) neue Flughafenverwaltung mit 13.500 Quadratmetern, also gerade ein Drittel dieser Fläche.

Von großer Bedeutung ist der Deal auch für die Händler und Gastronomen im Umfeld in Friedrichstadt. Für sind die in dem Bürokomplex tätigen Arbeitnehmer wichtige Kunden.

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(RP)
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