Düsseldorf: Ingenhoven-Tal am Kö-Bogen soll schneller fertig werden

Düsseldorf: Ingenhoven-Tal am Kö-Bogen soll schneller fertig werden

In vier Jahren könnten die Baustellen zum Kö-Bogen komplett abgeschlossen sein. Das geht aus der Antwort des Planungsdezernenten Gregor Bonin auf eine Anfrage der Grünen im Hauptausschuss hervor.

Demnach verkürzt sich die Bauzeit, weil die Randbebauung des Gustaf-Gründgens-Platzes und der Neubau der unter dem Platz liegenden Tiefgarage nun zeitgleich und nicht nacheinander erfolgen können. Zunächst war davon ausgegangen worden, dass nur der unterirdische Bereich der Garage erneuert wird.

Der nun von den Investoren anvisierte komplette Neubau des Parkhauses bringt einen weiteren Vorteil mit sich: Die Deckenhöhe, die bisher so gering war, dass der Platz darüber aus statischen Gründen kaum Gestaltungsspielraum bot, wird vergrößert. "Eine nachhaltige Nutzung dieses Bereichs ist damit dauerhaft gewährleistet", so Bonin. Damit ergebe sich auch städtebaulich eine positive Komponente.

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Noch immer seien viele rechtliche, architektonische und vertragliche Fragen offen, deshalb kann laut noch kein exakter Zeitplan aufgestellt werden. Grob geplant, könne von einem Baubeginn 2016 ausgegangenen werden, die Bauzeit betrage etwa zwei Jahre. Der Düsseldorfer Architekt Ingenhoven, Initiator des gesamten Kö-Bogen-Projekts, plant am Rand des Gründgens-Platzes zwei neue Gebäude, die durch abgeschrägte Dächer und Fassaden eine Art Tal bilden und somit den Blick auf das Schauspielhaus freilassen. Um das Theater sorgen sich die Grünen besonders. Iris Bellstedt befürchtet, dass sich die Bauarbeiten negativ auswirken könnten, der Zugang erschwert wird und für die Besucher keine Parkplätze zur Verfügung stehen. Bonin versicherte, dass die Investoren in den Gesprächen verpflichtet worden seien, all das während der Bauzeit zu gewährleisten: "Sofern möglich, werden in benachbarten Parkhäusern ermäßigte Tarife geboten."

Alexander Fils (CDU) drängte darauf, den Zugang so zu gestalten, dass auch Frauen mit Stöckelschuhen problemlos zum Schauspielhaus kommen, was Bonin zusicherte. Fils schlug auch vor, den Baustellenbereich durch künstlerische Beleuchtung - etwa des Düsseldorfers Mischa Kuball - attraktiv zu halten.

(RP)
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