Mobilität: In Düsseldorf fahren die ersten Elektro-Taxis

Mobilität : In Düsseldorf fahren die ersten Elektro-Taxis

Das Unternehmen „Taxi Norman“ nahm gestern zwei Teslas in Betrieb. 50 weitere Elektro-Autos sollen in den kommenden Wochen folgen.

Auf den Düsseldorfer Straßen fahren seit Freitag die den Angaben zufolge ersten komplett mit Strom betriebenen Taxis. Das soll erst der Anfang sein, heißt es vom Taxi-Unternehmen Taxi Norman, das seinen Sitz in Eller hat. Die Flotte umfasste bislang 150 Wagen. Jetzt wurden zwei Autos des Typs Model-S des amerikanischen Herstellers Tesla hinzugefügt.

Die Beschaffung der zukünftigen Zugpferde des Unternehmens kostete den Angaben zufolge insgesamt 230.000 Euro. Geschäftsführer Erol Norman erklärt aber, das sei „erst der Anfang“. 50 weitere elektronisch angetriebene Taxis des Typs Model-3 sollen in den nächsten Wochen dazukommen, jeweils im Wert von 45.000 Euro. Eine Investition, die auch in der Politik befürwortet wird. „Ich bedanke mich im Namen der Stadt bei Herrn Norman, der hier den ersten Schritt macht. Es ist ein wichtiger Schritt, um die CO2-Belastung in der Stadt abzubauen und für eine reine Luft zu sorgen,“ sagt der Vorsitzende des Umweltausschusses, Philipp Tacer (SPD). Er will die Taxiordnung ändern, um vier bis fünf exklusive Halteplätze für Elektro-Taxis zu bauen. Diese sind für Standorte wie die Königsallee oder die Toulouser Allee angedacht.

Der Umstieg von Diesel-Fahrzeugen auf elektrisch betriebene Autos ist nicht nur umweltfreundlich, sondern wird laut Norman auch profitabel sein. Denn neben exklusiven Halteplätzen profitiert das Unternehmen auch durch billigeren Strom von den Stadtwerken. Für 35 Euro pro Auto können die Tesla-Wagen demnach jeden Monat unbegrenzt aufgeladen werden, der Preis soll in Zukunft noch günstiger werden. „Die Autos sind auch viel pflegeleichter. Ein altes Auto kostet uns pro Jahr 6000 Euro. Die Ausgaben fallen jetzt weg. Auch die Spritkosten sparen wir uns durch den billigeren Strom,“ sagt Erol Norman. Und: „Der Wagen fährt erst seit heute morgen, und der Fahrer hat schon 15 Euro Trinkgeld bekommen, weil die Kundin es einfach klasse fand, in einem elektronischen Auto zu fahren.“ Er plant, bis 2023 vollständig auf Elektro-Taxis umzusteigen.

Einige Probleme bleiben jedoch bislang ungelöst. Zum Beispiel die Frage, wie sich Fahrer im Fall einer brennenden Batterie verhalten müssen. Außerdem ist noch nicht sicher, wann und wo man Ladestellen für Elektro-Autos errichtet, denn diese benötigen ein starkes Strom-Netz. Es sei dennoch ein guter Anfang. Und: „Die anderen Anbieter müssen nachziehen“, sagt Philipp Tacer.