In diesem Haus bleibt die Zero-Kunst unsterblich

Stadtgespräch : In diesem Haus bleibt die Zero-Kunst unsterblich

In einem Hinterhaus an der Hüttenstraße schufen die Gründer der Künstlergruppe „Zero“ ihre Werke. Otto Piene, Heinz Mack und Günther Uecker zogen Anfang bis Mitte der Sechziger in das Haus und hatten dort viele namhafte Künstler zu Gast, die auch dort arbeiteten. Robert Morris und Ferdinand Kriwet lebten sich dort aus.

Christo verhüllte im Hof des Hauses einen VW. Piene war zwar nicht dauerhaft in Düsseldorf, mietete das komplette Haus aber ab 1975, um dort zu arbeiten und zu wohnen. 2014 verstarb der Künstler. Jetzt ist die Zero-Foundation mit ihrem Archiv in das renovierte Haus gezogen. Der Boden des Ateliers im Erdgeschoss zeugt mit seinen Farbspritzern noch von den dort entstandenen Werken. Das sagenumwobene Feueratelier des Künstlers wurde bei dem Umbau komplett in seinem Zustand belassen und gibt einen Einblick in sein Tun. Ruß bedeckt die Wände. Selbst das Bild, an dem er zuletzt gearbeitet hat, steht noch dort. „Es ist ganz selten, dass ein Atelier an seinem Originalplatz authentisch erhalten wird. Oft werden Künstlerwerkstätten eins zu eins woanders wiederaufgebaut“, berichtete Barbara Könches, Geschäftsführerin der Zero-Foundation. „Hier ist alles so, wie Piene es vor seinem Tod verlassen hat.“ Oberbürgermeister Thomas Geisel war begeistert. „Wahnsinn, und die Jalousien sind noch original verrußt?“, fragte er. „Es ist schön, dass wir langsam die Orte entdecken, an denen in Düsseldorf Kunst gelebt wurde.“ Im Oktober feiert die Foundation mit dem Zero-Weekend vom 18. bis zum 20. Oktober die offizielle Eröffnung des Hauses.