Düsseldorf: In der Innenstadt fehlen Wohnungen

Düsseldorf: In der Innenstadt fehlen Wohnungen

Im Stadtbezirk 1 steigt die Zahl der Einwohner, die Wohndichte ist zwar sehr hoch, es kommen aber relativ wenig neue Wohnungen hinzu. Das geht aus dem Bericht von Thomas Nowatius, Leiter des Amts für Wohnungswesen, in der Sitzung der Bezirksvertretung 1 hervor. Der Bezirk umfasst die Stadtteile Carlstadt, Altstadt, Stadtmitte, Pempelfort, Derendorf und Golzheim.

Ende des Jahres 2008 lebten 75 157 Menschen in diesem Bezirk, das waren 2541 mehr als sieben Jahre zuvor. Alleine im Jahr 2007 zogen 1474 neue Bürger in den Stadtbezirk 1. Die stärkste Altersgruppe bilden mit 49 Prozent die 18- bis 45-Jährigen. Zahl und Größe der Familien im Bezirk sind gesunken. Die Arbeitslosigkeit lag bis 2006 leicht über dem gesamtstädtischen Schnitt, seit 2007 liegt sie darunter.

4244 Bürger im Bezirk leben in Haushalten, die Hartz IV beziehen. Das sind 12,8 Prozent aller Bedarfsgemeinschaften in Düsseldorf. Die Zahl der Wohneinheiten lag 2008 bei 46 501 und im Vergleich zum Jahr 2000 um 1,43 Prozent höher. Stadtweit ist die Zahl im selben Zeitraum um 2,46 Prozent gestiegen. Die Wohnungsdichte ist im Bezirk 1 hoch, nach dem Stadtbezirk 2 die zweithöchste in der Stadt.

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Die meisten Wohnungen stammen aus den Jahren 1949 bis 1962 und haben eine Größe von 67 Quadratmetern. Die Nettokaltmiete liegt im Stadtbezirk in der Carlstadt (14 Euro pro Quadratmeter) am höchsten und in Derendorf am niedrigsten. Der Anteil an Sozialwohnungen am Gesamtvolumen liegt bei 2,3 Prozent. Die Wohnbaufläche ist mit sieben Baugebieten und 15,4 Hektar Nettobaufläche sehr begrenzt.

Bezirksvertreter Philipp Tacer (SPD) fragte, ob die Stadt im Bezirk für mehr öffentlich geförderten Wohnraum sorgen wolle. Das sei schwierig, weil die Grundstücke hochpreisig seien, so Nowatius. "Und wir sind auf Investoren angewiesen." Potenzial böten Baulücken.

(RP)