Düsseldorf: In der BV 6 bekräftigt Schwarz-Grün das Bündnis

Düsseldorf : In der BV 6 bekräftigt Schwarz-Grün das Bündnis

Zusammenarbeit soll trotz der gescheiterten Wahl des Bezirksvorstehers ausgebaut werden.

Trotz der gescheiterten Wahl eines gemeinsamen Bezirksvorstehers haben die Fraktionen der CDU und der Grünen in der Bezirksvertretung 6 (Rath, Unterrath, Lichtenbroich, Mörsenbroich) ihr Bündnis bekräftigt und weitere Schwerpunkte für die Zusammenarbeit ausgearbeitet. Dabei geht es vor allem darum, die Nähe zum Bürger zu suchen und diesen mehr in Entscheidungsprozesse einzubinden. Grüne und CDU wollen bereits in der nächsten Sitzung des Gremiums nach den Sommerferien erste Anträge stellen, um dieses Ziel umzusetzen. "Dies beinhaltet unter anderem eine bessere Transparenz und Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen via übersichtlichere Inhalte auf den Internetseiten der Stadt", sagt Gerald Helmke (Grünen).

Eingerichtet werden soll auch ein "runder Tisch" mit den Schulleitern im Stadtbezirk, um zielgerichtet und kurzfristig erforderliche Bauarbeiten in den Schulen mit den Bauunterhaltungsmitteln der BV in die Wege leiten zu können. Außerdem wird beantragt, dass künftig Mitglieder der BV 6 zu den Stadtbezirkskonferenzen für Senioren eingeladen werden, um dort die Meinung von älteren Menschen zu erfahren. Der gemeinsame Wunsch, den Kriminalpräventiven Rat wieder zu beleben, soll umgesetzt und Stadtteilrundgänge eingeführt werden. "Im Rahmen dieser Stadtteilrundgänge haben Bürger die Möglichkeit, gemeinsam mit den Politikern und der Verwaltung, Anregungen für ihren Stadtteil zu machen" sagt Birgit Schentek (CDU).

Kalt erwischt hatte es die CDU vor zehn Tagen, als unerwartet zwei Mitglieder aus den eigenen Reihen bei der konstituierenden Sitzung der BV den SPD-Kandidaten halfen, Bezirksvorsteher zu werden. Die CDU geht aber davon aus, dass künftig bei Abstimmungen über Sachfragen ein Konsens erzielt wird, ihre Anträge mit den Stimmen der Grünen und der FDP mehrheitlich angenommen werden. Zumal die beiden Abweichler nach wie vor unbekannt sind und kein Interesse daran haben dürften, sich bei einer öffentlichen Abstimmung zu outen.

(brab)
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