Düsseldorf: In den Mühlen der Politik

Düsseldorf: In den Mühlen der Politik

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joerg.janssen@rheinische-post.de

Viele Eltern reiben sich beim Thema Ausstattung der städtischen Musikschule verwundert die Augen. Da investiert die Stadt mehr als 700 Millionen Euro in den Ausbau der Schulen, da gibt es visionäre Pläne für ein neues Opernhaus und da gibt es jede Menge Sonntagsreden, in denen alle betonen, wie großartig sich das Erlernen eines Instruments auf Konzentrationsfähigkeit und soziale Kompetenz auswirkt. Demgegenüber erinnert der Umgang mit der Musikschule an kleines Karo. Denn das Konzept "Verwaltung 2020" ist kein reines Sparkonzept. Und es kennt Ausnahmen. Manche Eltern mutmaßen, die Musikschule sei in die Mühlen der Parteipolitik geraten. Auf der einen Seite ein Kulturdezernent und eine Fördervereins-Vizevorsitzende (Sylvia Pantel) mit CDU-Parteibuch, auf der anderen Seite Rathaus-Chef Thomas Geisel (SPD) und die Ampel. Zumindest atmosphärisch laufe es da offenbar nicht rund. Verwaltung und Politik haben es in der Hand, den Eltern zu beweisen, dass es ihnen tatsächlich nur um die Sache geht. Mit einem Konzept (vor der Sommerpause!), das die Interessen musikbegeisterter Kinder glaubhaft in den Blick nimmt.

(RP)