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Impfzentrum: Stadt muss mehr kommunizieren

Kommentar zum Düsseldorfer Impfzentrum : Stadt muss mehr kommunizieren

Das Impfzentrum wird die nächste große Herausforderung in der Coronakrise. Bei der Maskenpflicht fehlte es in Düsseldorf an transparenter Kommunikation. Jetzt muss es besser laufen.

arne.lieb@rheinische-post.de

Wer hätte gedacht, dass es so schnell gehen würde? Die Pläne für eine Massenimpfung in Düsseldorf nehmen bereits konkrete Formen an.

Logistisch ist das Impfzentrum die nächste Herausforderung des Corona-Jahres. Angesichts der großen Erfahrung mit Massenveranstaltungen und der bislang souveränen Organisationsarbeit des Krisenstabs lässt sich hoffen, dass sie gut gemeistert wird.

Das ist aber nur eine der Bedingungen dafür, dass das Impfzentrum seinen Zweck erfüllt. Die Impfbereitschaft der Menschen ist laut Umfragen hoch, dennoch sind viele Fragen offen. In welcher Reihenfolge werden die Bürger geimpft und warum? Welche Risiken gibt es? Eine Impfpflicht ist nicht vorgesehen, es kommt also auf Überzeugungsarbeit an.

Wie bei so vielem in dieser globalen Bedrohung sind auch hier wieder die lokalen Akteure gefragt. Die Verantwortlichen müssen transparent machen, was sie tun – und so viel kommunizieren wie möglich. In dem Chaos um die Maskenpflicht ist das nicht gelungen. Nun ist es um so mehr gefragt.