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Düsseldorf: Illegaler Park-Service: Staatsanwalt ermittelt gegen sechs Firmen

Düsseldorf : Illegaler Park-Service: Staatsanwalt ermittelt gegen sechs Firmen

Nun wird das illegale Abstellen von Autos auf frei verfügbaren Flächen im Stadtgebiet auch die Justiz beschäftigen. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Ralf Herrenbrück, bestätigt gestern, dass man gegen sechs Unternehmen ermittle. Es lägen über 20 Anzeigen von betroffenen Kunden vor, bei der Polizei seien weitere Anzeigen in Arbeit.

Den Hintermännern dieses so genannten Valet-Parking-Dienstes wird unberechtigte Nutzung fremder Fahrzeuge und Betrug, womöglich sogar bandenmäßiger Betrug vorgeworfen. Offenbar haben die Fahnder erfahren, dass manche dieser Firmen Kundenwagen benutzen, um neue Kunden zu kontaktieren. Der Betrug entsteht, so Herrenbrück, weil sie Leute für eine Leistung bezahlen, die sie in Wahrheit nicht bekommen - nämlich das ordnungsgemäße und gesicherte Abstellen ihres Autos.

Laut Staatsanwaltschaft ist aber noch nicht klar, wie diese Firmen strukturiert und organisiert sind. Man geht davon aus, dass es häufig zu Namens- oder Adressenwechseln kommt, aber immer dieselbe Person dahintersteckt. Das Geschäftsmodell dieser unseriös arbeitenden Park-Service-Anbieter: Sie locken Kunden mit auffallend niedrigen Tarifen (fünf Tage Parken in Düsseldorf für unter 50 Euro). Dann nehmen sie deren Autos in Empfang und erwecken den Eindruck, der Wagen werde auf eigens angemieteten Parkplätzen abgestellt.

In Wahrheit jedoch suchen die Kundschafter dieser Firmen in Düsseldorf öffentliche Gratis-Parkplätze, wie beispielsweise den des Löricker Freibades oder den Simon-Gatzweiler-Platz in Heerdt, und stellen die Autos dort ab. Das ist eine verbotene Sondernutzung, gegen die auch die Stadt vorgeht.

(RP)