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Ikea Düsseldorf: Viele Kunden bei Wiedereröffnung in Corona-Krise

Düsseldorfer Einrichtungsgeschäft : Großer Kundenandrang bei Ikea-Wiedereröffnung

Am Mittwoch öffnete auch Ikea in Düsseldorf-Reisholz wieder seine Pforten. Trotz zahlreicher Kunden blieben Zwischenfälle aus. Viele waren von der Atmosphäre in dem Geschäft überrascht.

Statt die neuesten Angebote zu präsentieren, meldete sich die markante Stimme mit dem schwedischen Akzent am Mittwoch mit einer anderen Botschaft über die Lautsprecher: „Wir schaffen das gemeinsam!“ Denn am Mittwoch öffnete auch Ikea wieder seine Pforten.

Rechtlich wäre das bereits am Montag möglich gewesen, doch wollte das schwedische Unternehmen die ersten beiden Wochentage noch nutzen, um sich auf die Hygienebestimmungen vorzubereiten. Das war auch notwendig, da viele Kunden zur Wiederöffnung in das Möbelhaus strömten.

Überall in den Geschäftsräumen waren Hinweistafeln zur Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern angebracht, Touch-Screens abgeklebt und Acrylglas an den Informationsschaltern sowie Kassen angebracht. Die Mitarbeiter trugen mehrheitlich Mundschutz.

Sogar auf den Herrentoiletten wurden einzelne Pissoire abgesperrt, um auch dort für den notwendigen Abstand zu sorgen. Und dann war da noch das Restaurant, eines der Herzstücke des Möbelhauses. Das muss nämlich – ebenso wie der Hot-Dog-Stand – bis auf Weiteres geschlossen bleiben und war daher komplett gesperrt.

Auch wenn der stark gefüllte Parkplatz vor dem Einrichtungshaus vielleicht Schlimmeres erwarten ließ, verteilten sich die Kunden in dem Möbelhaus gut, sodass es – bis auf die mitunter langen Schlangen an den Kassen – nicht zu großen Menschenansammlungen kam. Fast schon gespenstisch leer war es in einigen Bereichen der Möbelausstellung im ersten Stock, wo die wenigen anwesenden Kunden hauptsächlich Services wie eine Küchenplanung in Anspruch nahmen.

Die Mehrheit des Kundenbetriebs spielte sich im unteren Geschoss ab, wo Dekorationen, Beleuchtung und Heimtextilien verkauft werden. Dorthin verschlug es auch Pauline Eckhardt aus Düsseldorf, die sich einen Bilderrahmen und weitere kleine Einrichtungsgegenstände kaufte. „Ich bin gerade erst umgezogen“, berichtete sie über den Grund ihres Einkaufs. Da im Online-Handel die Lieferzeiten sehr lang seien, wollte sie lieber vor Ort einkaufen.

Auch Susanne Bertholdt aus Erkrath zog den stationären Möbelkauf den Online-Anbietern vor. „Ich gucke mir die Sachen vor dem Kauf lieber an“, erzählte sie. Sie hatte die freie Zeit in den vergangenen Wochen zur Umgestaltung ihres Zuhauses genutzt. Nun fehlten ihr noch ein Bürostuhl und ein kleiner Schrank – auch wenn es dabei nicht blieb. „Ich habe auch noch ein bisschen Kleinkram gekauft wie Haken fürs Bad oder eine Knoblauchpresse“, erzählte sie. Denn im Normalbetrieb sei es in dem Möbelhaus häufig viel zu voll, sodass man sich dann nur auf das Nötigste beschränke. „Ich fand es heute sehr angenehm hier“, sagt sie. Zudem hätten sich die anderen Kunden gut an die Abstandsregeln gehalten.

Auch Pauline Eckhardt war von der Atmosphäre in dem Geschäft überrascht. „Ich hätte gedacht, dass heute viel mehr Leute kommen und sich Schlangen vor dem Geschäft bilden“, erzählte sie. Das war auch in einigen Filialen wie beispielsweise bei der Eröffnung in Kaarst passiert. Doch die Kunden hätten sich allgemein diszipliniert verhalten, Zwischenfälle habe es keine gegeben, hieß es vonseiten des Unternehmens, das entsprechend ein positives Fazit zog.

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