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IHK Düsseldorf: Konjunktur kühlt sich ab

Wirtschaftslage in Düsseldorf : Konjunktur kühlt sich ab

Nur jedes fünfte Unternehmen in Düsseldorf und der Region rechnet laut einer Blitzumfrage der Industrie- und Handelskammer mit besseren Geschäften. Die Auswirkungen der weiterhin stockenden Weltwirtschaft sind zu spüren.

Die Konjunktur in der Region wird insgesamt noch als gut bewertet, kühlt sich aber spürbar ab. Das geht aus einer Blitzumfrage der Industrie- und Handelskammern (IHK) Düsseldorf und Mittlerer Niederrhein bei knapp 450 Unternehmen hervor. „Die Unternehmen beurteilen ihre Geschäftslage weniger gut als zu Jahresbeginn“, sagt der Düsseldorfer IHK-Hauptgeschäftsführer Gregor Berghausen.

Ihre Geschäftslage beurteilten in der Umfrage 38,7 Prozent der Betriebe als gut und nur 13,9 Prozent als schlecht. Allerdings liegt die Differenz zwischen beiden – der so genannte Geschäftslagesaldo – mit 24,8 Punkten deutlich niedriger als noch zu Jahresbeginn (35,1 Punkte). „Dieser Rückgang betrifft alle Branchen – Industrie, Handel und Dienstleister – fast gleichermaßen“, erklärt Berghausen. Was die Erwartungen für die kommenden Monate angeht, ist das Bild noch trüber: Nur noch 22 Prozent der Betriebe rechnen mit besseren, aber jetzt 17 Prozent mit schlechteren Geschäften.  „Das bestätigt den bisherigen Eindruck, dass mit hohen Wachstumsraten in diesem Jahr nicht mehr zu rechnen ist“, sagt Berghausen.

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Ein Grund für die Konjunkturabkühlung ist die weiter stockende Weltwirtschaft. Faktoren sieht die IHK insbesondere in den weiter schwelenden Handelskonflikten, in der wirtschaftlichen Schwäche Chinas und im weiterhin ungeklärten Brexit. Die Folge: 23 Prozent der Unternehmen rechnen mit einem sinkenden Auslandsabsatz, nur noch 13 Prozent mit steigenden Exporten. „Auch dies betrifft alle Branchen“, betont Berghausen. „So pessimistisch haben die Unternehmen die Exportentwicklung seit zehn Jahren nicht mehr eingeschätzt, und damals waren wir mitten in der Finanz- und Wirtschaftskrise.“ Zudem befürchten die Betriebe, dass die Exportentwicklung auch auf die Inlandsnachfrage übergreift.