Düsseldorf: IHK appelliert an Firmen "go digital"

Düsseldorf: IHK appelliert an Firmen "go digital"

200 Unternehmer trafen sich zum Austausch über Digitalisierung.

Zahnersatz aus dem 3D-Drucker, Übersetzungen per Computer, Ferienunterkünfte über Airbnb - mit rasantem Tempo hat die Digitalisierung die Geschäftswelt und die Gesellschaft verändert. Eine Dynamik, die auch Ängste auslöst. Mit dem Ziel diese Ängste durch Wissen und Informationsaustausch abzubauen, hatte die IHK gestern zu der Auftaktveranstaltung der Initiative "go digital" eingeladen.

In seiner Begrüßung der 200 teilnehmenden Unternehmer merkte IHK-Präsident Andreas Schmitz selbstkritisch an, dass auch die IHK in puncto Digitalisierung Nachholbedarf habe: Bislang habe man erst von elf Prozent aller Mitglieder E-Mail-Adressen. Ein klares Signal für eine ehrliche Bilanz, dem auch andere Unternehmer beim Vortrag von Redner und Berater Simon Schoop von 4-advice folgten.

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Um einen Eindruck vom Stand der Digitalisierung der anwesenden Firmeninhaber zu bekommen, hoben die Zuhörer grüne, gelbe und rote Karten. Auch wenn die Mehrheit mit Gelb anzeigte, dass es in ihrem Unternehmen immerhin einzelne Initiativen zur Digitalisierung gebe, hoben einige auch die rote Karte für eine abwartende Haltung. Umso erfreulicher, dass sie zur Veranstaltung gekommen seien, lobte Moderatorin Stephanie Kowalewski.

Von ihren Erfahrungen, Unternehmen zu digitalisieren, berichteten Unternehmer in einer Talkrunde. Maximilian Wagner, Geschäftsführer von SMS Digital, einer Tochter des Anlagenbauers, berichtete, dass er seine Kunden nicht nur im persönlichen Gespräch befragt, sondern sie auch bei der Arbeit beobachtet. Dabei komme er unnötigen Prozessen auf die Spur, die dem Kunden selbstverständlich geworden sind. "Durch einem Fragebogen hätte ich das nicht erfahren", sagt Wagner. Auf Twitter teilten unter "#IHK_godigital" einige Besucher ihre Eindrücke von der Veranstaltung. Die Fotos lieferte das Düsseldorfer Start-up Mintano. Gelebte Digitalisierung nennen es manche.

(RP)
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