Luca wurde zwei Tage in Düsseldorf gesucht: Hundesuche über Facebook mit Happy-End

Luca wurde zwei Tage in Düsseldorf gesucht : Hundesuche über Facebook mit Happy-End

Seit Dienstag wurde in Düsseldorf die Hündin Luca vermisst. Saskia Trippe (42), bei der die scheue Hündin in Pflege war, suchte zwei Tage lang nach dem Tier. Als Zettel und Plakate nicht halfen, verbreitete sie die Nachricht über Facebook – mit Erfolg.

Seit Dienstag wurde in Düsseldorf die Hündin Luca vermisst. Saskia Trippe (42), bei der die scheue Hündin in Pflege war, suchte zwei Tage lang nach dem Tier. Als Zettel und Plakate nicht halfen, verbreitete sie die Nachricht über Facebook — mit Erfolg.

Der Aufruf auf Facebook, dass die Hündin Luca in Düsseldorf vermisst wird, wurde bis Donnerstag insgesamt 798 Mal geteilt und mehr als 180 Mal kommentiert. Die zweieinhalb Jahre alte Mischlingshündin war bei Saskia Trippe (42) zur Pflege, als sie am Grünen See verschwand. "Sie war war schon öfter bei mir, wenn die Besitzer im Urlaub gemacht haben. Diesmal war es aber ein Notfall", berichtet Trippe. "Der Sohn der Besitzer musste notoperiert werden und weil alles so stressig war, kam Luca zu mir und da war sie schon sehr nervös. Sie muss gemerkt haben, dass zu Hause etwas nicht stimmt und deswegen weggelaufen sein. Anders kann ich mir das nicht erklären", sagt Trippe, die selbst zwei Hündinnen hat und beruflich Hunde fotografiert und sittet.

Die 42-Jährige schlief kaum noch und war nur noch mit der Suche nach der Hündin beschäftigt. "Ich habe 200 Plakate aufgehangen und viele Zettel, aber dann habe ich gemerkt, dass die Autos ja nur daran vorbeifahren." Also rief Trippe bei Tierheimen, Tierärzten und dem Ordnungsamt an, verteilte Zettel vor Tierhandlungen und postete auf ihrer Facebook-Seite ein Bild und den Suchaufruf. Die Anteilnahme in dem sozialen Netzwerk war groß. Schnell wurde das Bild von Luca hundertfach weiter gepostet. Auf Facebook bekam Trippe dann auch einen Tipp, der sie schließlich zu Luca führte.

Mit Würstchen angelockt

"Eine Hundehalterin erzählte davon, dass sie mit ihrem Hund seit einem Jahr Fährtenarbeit macht. Wir haben uns dann am Mörsenbroicher Ei getroffen, wo Luca zuletzt gesehen wurde", erzählt Trippe. Mit Hilfe von Lucas Hundebett, nahm der Berner Sennen-Border Collie-Mix die Fährte auf. Vier Stunden waren sie unterwegs am Mittwochabend, um Luca zu suchen. Vom Mörsenbroicher Ei an den S-Bahn-Gleisen und dem nördlichen Zubringer entlang nach Unterrath. In der Nähe des Kittelbachs verlor sich die Spur, "weil der Hund dann auch erschöpft und müde war."

In Unterrath wurde Luca dann am Donnerstag gefunden und es gab noch ein Happy-End. Ein Mann hatte Luca an der Straße Am Schneisbroich entdeckt und gemerkt, dass das Tier alleine unterwegs war. Er rief beim Ordnungsamt, die Trippe informierten. "Ich habe mich sofort auf den Weg gemacht. Aber der Finder hat alles richtig gemacht", erzählt Trippe. Er warf Luca immer nur Würstchen zu und versuchte nicht, sie einzufangen. "Dann wäre sie sofort weggelaufen. Sie ist sehr ängstlich."

Vor Ort dauerte es noch einmal rund anderthalb Stunden bis Luca wieder Vertrauen zu Saskia Trippe fasste und langsam auf sie zuging."Sie hat dann ihren Kopf auf meinem Bein abgelegt und ich konnte ihr das Geschirr anlegen. Als sie im Auto lag, hat man gesehen, dass sie sich wieder entspannt hat." Luca hat sich bei ihrem mehrtägigen Alleingang nur leicht verletzt: Ein Vorderlauf ist verstaucht und die Ballen hat sich das Tier abgewetzt. "Ich bin unglaublich dankbar, dass so viele mitgeholfen haben und Luca wieder da ist", sagt Trippe.

(jco/ila)