Düsseldorf: Hubbelrather wollen besseren Lärmschutz

Düsseldorf : Hubbelrather wollen besseren Lärmschutz

Die Mobile Redaktion der RP machte Station in Hubbelrath. Die Themen: Lärm, die Kaserne und die Knittkuhler.

39 Hubbelrather und mit Fritz Koopmann ein Knittkuhler – das war die "Gästeliste" am Stand der Mobilen Redaktion der Rheinischen Post am Samstag in Hubbelrath.

Dass sich die Knittkuhler von den Hubbelrathern separieren und einen eigenen Stadtteil gründen wollen, war natürlich Diskussions-Thema unter den RP-Lesern. Aber noch viel mehr: Der Lärm, der von der Autobahn in den Ortsteil schallt, stört viele. "Darum haben wir auch an das Verkehrsministerium geschrieben", so Rainer Klöpper, CDU-Fraktionsvorsitzender im Stadtbezirk. Dass es in Hubbelrath nur wenige Läden zum Einkaufen gibt, wird ebenfalls von einigen bemängelt. Aber: "Für Rentner reicht die Tankstelle", meint Gerd Lange, "Bürgermeister" von Hubbelrath. Alle anderen würden sowieso nach Gerresheim zum Einkaufen fahren. Apropos fahren: Das tun offenbar viele viel zu schnell – vor allem über die Straße "Am Scheidt". Die Hubbelrather machen sich zudem Gedanken über die Bergische Kaserne. Sie soll 2017 geräumt sein, und dort könnte Wohnraum für rund 3000 Neubürger entstehen. Ob die Freizeitsportler nicht schon jetzt die großen Sportanlagen nutzen könnten? "Darüber sollten wir mal im Rat reden", versprach CDU-Ratsherr Stephan Friedel aus Gerresheim.

Inge Meisloch kritisiert hingegen die schlechte Anbindung des dörflichen Stadtteils an den ÖPNV. "Der Bus fährt viel zu selten", sagt sie. Agnes Möller, die seit fast 40 Jahren in Hubbelrath lebt, hat dabei eine ganz andere Sorge: "Noch kann ich mit dem Auto fahren. Aber wenn das nicht mehr geht, weiß ich nicht, was ich machen soll. Für alte Menschen ist das kein guter Stadtteil", sagt sie.

Umso mehr freut es Anneliese Adrian, dass auch immer mehr junge Familien zuziehen: "Viele Anwohner geben aus Altersgründen ihre Häuser auf – und dann kommen Familien mit vielen Kindern." Große Sorgen macht ihr und Nachbarin Rosemarie Momm jedoch der Plan einer neuen Kohlenmonoxid-Pipeline, die am Rande von Hubbelrath verlaufen soll: "Wir hoffen weiter, dass die Leitung nicht verlegt wird. Da kann so viel passieren", sagt Momm. Anneliese Ziemen wünscht sich mehr Angebote für die Jugend: "Wenn die Kinder klein sind, gehen sie auf den Spielplatz. Danach bleibt nur noch die Feuerwehr. Was fehlt, ist ein Treffpunkt."

Doch trotz Kritik sind sich die Hubbelrather in einer Sache einig: Die Idylle am Stadtrand verlassen wollen sie nicht.

(RP)