Planung: HPP-Architekten bauen Stadion in Jekaterinenburg

Planung : HPP-Architekten bauen Stadion in Jekaterinenburg

Das Düsseldorfer Büro hat sich mit einem spannenden Entwurf für eine Multifunktionsarena durchgesetzt. Diese soll die Stadt prägen.

Das Düsseldorfer Architekturbüro HPP zeichnet verantwortlich für eine neue Multifunktionsarena im Herzen des russischen Jekaterinburg. Die Ural Bergbau- und Metallurgie-Holding (UGMK) als Bauherr und die Stadt haben sich auf einen von drei vorgeschlagenen Entwürfen geeinigt, wie das Büro mitteilte. Die UGMK-Arena soll als Heimstätte der Eishockey-Mannschaft Awtomobilist Jekaterinburg und des Frauen-Basketballvereins UGMK Jekaterinburg fungieren. „Wir sind uns sicher, dass die neue Arena einen Beitrag zur wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung Jekaterinburgs leisten wird“, sagt der verantwortliche HPP-Seniorpartner Gerhard G. Feldmeyer. Ende des Jahres sollen die Bauarbeiten starten.

Das neue Stadion ist als Multifunktionsarena konzipiert und soll somit auch als Austragungsort für weitere Sportarten wie Volleyball, Eiskunstlauf oder Boxen dienen können. Die Tribünen und das Spielfeld könnten dafür flexibel an die verschiedenen Nutzungen angepasst werden, erklärte HPP.

Für die Entwicklung des teilweise brachliegenden Gebiets war der seit Mitte der 90er Jahre unvollendete Fernsehturm gesprengt worden. Die Arena soll das Quartier nun neu beleben. „Der Wunsch von Bauherrn und Stadt war es, eine neue Mitte zu schaffen, mit der sich die Stadt und ihre Bewohner identifizieren“, sagt der verantwortliche HPP-Partner Antonino Vultaggio. Äußerlich sticht der Entwurf durch seine Fassadenhülle aus horizontalen Metallstäben und das gläserne Zugangsgeschoss hervor. Im Inneren wurde anhand der Elemente Erde, Feuer, Wasser und Luft vier unterschiedlich gestaltete Bereiche definiert – „Wasser“ ist etwa mit Glassteinwänden gestaltet.

Das in Düsseldorf gegründete Architekturbüro hat auch die Landeshauptstadt mitgeprägt. Zu den relevanten Projekten in jüngerer Zeit gehören unter anderem die neue L’Oréal-Zentrale „Horizon“ in Golzheim, das Wohnhaus D’Or im Neubau-Viertel Quartier Central oder die aktuelle Erweiterung des Polizeipräsidiums.

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