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Düsseldorf: Hoher Aufwand für gutes Wasser nötig

Düsseldorf : Hoher Aufwand für gutes Wasser nötig

Das Wasserwerk Holthausen ist ein Beleg für die Bemühungen, die Qualität der Trinkwasserversorgung zu sichern.

Voraussetzung für die Produktion von einwandfreiem Trinkwasser ist eine ständige Untersuchung auf Schadstoffe. Ein Wasserwerk braucht daher ein modernes Labor, mit dem selbst Spuren von Medikamenten nachgewiesen werden können. Eine Leistung, die seit 20 Jahren im Labor des Wasserwerks Holthausen - vor 50 Jahren als jüngstes Wasserwerk von Düsseldorf eröffnet - erbracht wird.

Mit Unbehagen wird registriert, dass sich Rückstände von Kosmetika, Antibiotika und auch von medizinischen Kontrastmitteln wie Gaudolinium nachgewiesen werden. Solche Fremdstoffe gehören laut Christoph Wagner, Leiter der Düsseldorfer Wasserwerke, aus Prinzip nicht ins Trinkwasser.

Aber er warnt vor übertriebener Sorge oder Panikmache. "Die gefundenen Mengen betragen weniger als 40 Nanogramm pro Liter, die vorgegebenen Grenzwerte von 100 Nanogramm werden also bei weitem nicht erreicht", sagte er bei der Vorstellung des Holthausener Werks aus Anlass des runden Geburtstags. Es bestehe keine Gesundheitsgefahr für die Bürger.

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Gleichwohl werde an Lösungsmodellen gearbeitet. So sollte etwa das Abwasser in Krankenhäusern dort sofort gereinigt werden, damit die Spurenstoffe der medizinischen Mittel erst gar nicht in den Kanal gelangen. "Bürger sollten auch die Medikamente aus der Hausapotheke, die nicht mehr zu gebrauchen sind, keinesfalls in der Toilette entsorgen", so Wagner. Denn die Reststoffe seien in der Kläranlage nur schwer herauszufiltern und gelangten dann in den natürlichen Wasserkreislauf und in Wasserwerksbrunnen. Medikamente sollten in Düsseldorf zum Restmüll geworfen werden. Sie würden in der Müllverbrennung rückstandslos vernicht.

Um die Qualität der Wasserversorgung sicherzustellen, verbessern die Stadtwerke die Aufbereitungstechnik. So wurde jetzt in Holthausen eine Reaktivierungsanlage für Aktivkohlefilter installiert. Und die Stadtwerke würden mit Partnern zusammenarbeiten, um die Zuverlässigkeit der Versorgung zu sichern, so Stadtwerke-Vorstand Rainer Pennekamp. Etwa mit dem Stadtentwässerungsbetrieb, der in der Kläranlage Süd, zusätzliche Filter für die Medikamenten-Rückstande entwickelt.

Hier geht es zur Infostrecke: Fakten rund ums Wasser

(RP)