1. NRW
  2. Städte
  3. Düsseldorf

Hohe Temperaturen in Düsseldorf: Hitzefrei für Fisch und Blumen

Hohe Temperaturen in Düsseldorf : Hitzefrei für Fisch und Blumen

Wegen des Wetters ist auf den Wochenmärkten in der Stadt weniger los. Die Polizisten erhalten (noch) keine Wasserzuteilung.

Es ist heiß in Düsseldorf, aber noch nicht heißer, als die Polizei erlaubt. Zumindest bekommen die Ordnungshüter von ihrem Dienstherrn – anders als bei der Hitzewelle im vergangenen Jahr – noch kein Wasser bereitgestellt. Vor allem bei der Kradstaffel war das 2018 gut angekommen. Die Motorrad-Beamten tragen unter der Leder-Kombi Schutzweste, entsprechend warm ist ihnen.

Jetzt aber heißt es aus dem Präsidium, die Beamten seien für ihre Versorgung erst einmal selbst zuständig. Logistische Probleme, von denen auch zu hören war, seien nicht der Grund für die ausbleibende Wasserversorgung.

Auf den Düsseldorfer Märkten geht es ruhig zu. Manche Händler kommen gar nicht oder schließen früher. „Die Hitze ist schwierig für uns, denn es kommen deswegen sehr viel weniger Kunden“, sagt Andreas Ingenbleek, der auf vielen Wochenmärkten in Düsseldorf Geflügel und Eier anbietet. Er hat aber auch beobachtet, dass viele Kollegen dem Markttreiben fern bleiben. „In Holthausen waren der Fisch- und Blumenhändler und in Rath der Gemüsehändler nicht da.“

Ingenbleek selber hat keine Probleme, seine Produkte frisch zu halten. „Den Eiern macht das nichts aus, solange sie nicht in der Sonne stehen, und das Fleisch kühle ich zurzeit etwas tiefer runter, damit die Kunden es gut nach Hause bekommen.“ Auf dem Carlsplatz hat nicht jeder Fischhändler eine so effektive Kühlung, auch machen die Kühlhäuser teils schlapp. Das trifft auch die Blumenhändler. Deswegen läuft am Nachmittag der Verkauf ab 15 Uhr je nach Stand aus.

Die Menschen leiden unter der Hitze. Die Stadt warnt vor zu großer körperlicher Belastung im Freien, denn die Ozonwerte steigen. Die Feuerwehr meldet aber keinen rasanten Anstieg der Rettungseinsätze. Zwischen 140 und 150 Einsätze haben die Helfer an einem normalen Tag. Am Vormittag seien es etwas mehr gewesen als sonst, ist aus der Zentrale zu hören, am Nachmittag habe sich die Lage wieder auf Normalmaß eingependelt. Genaue Zahlen liegen noch nicht vor.

Allerdings werden immer mehr Veranstaltungen abgesagt. So traf es gestern einen Aktionstag in Garath, auch eine Parcours-Veranstaltung am Samstag in Oberbilk ist gestrichen.

(RP)