Düsseldorf: Hofgarten bleibt bis Februar dunkel

Düsseldorf : Hofgarten bleibt bis Februar dunkel

Die Stadt hat eine provisorische Beleuchtungsanlage bestellt. Doch sie kann erst im neuen Jahr installiert werden. Bis dahin müssen Jogger, Radfahrer und späte Spaziergänger auf eigene Leuchtmittel zurückgreifen.

Wer derzeit am späten Nachmittag oder Abend über die Reitallee geht, braucht extrem gute Augen - oder eine Taschenlampe. Denn mit Einbruch der Dunkelheit spenden dort nur die Leuchtbänke ein wenig Helligkeit - ansonsten bleibt's finster. Und im Rest des Hofgartens, der seit dieser Woche wieder zugänglich ist, sind nicht einmal diese Lichtquellen vorhanden.

Das wird auch noch eine Weile so bleiben, sagte gestern Holger Odenthal vom Amt für Verkehrsmanagement. Erst im Februar soll die neue Beleuchtung stehen - in Form schlichter Holzmasten mit Laternen. Einen entsprechenden Auftrag mit einem Volumen von 80.000 Euro habe die Stadt bereits erteilt. Die Holzlaternen sollen freilich bloß ein Provisorium sein. Erst wenn klar ist, wie der Hofgarten, den Pfingstorkan "Ela" im Juni verwüstet hatte, künftig gestaltet wird, werde man eine dauerhafte Lichtanlage installieren, sagte Odenthal. Wegen der enormen Sturmschäden soll der Park neu gestaltet werden, dann werde sicher auch eine neue, passende Beleuchtung ausgesucht,

Nicht nur die Bäume, auch die Beleuchtung in Düsseldorfs größtem Garten war am 9. Juni dem Sturm zum Opfer gefallen. Die heftigen Böen hatten ganze Laternen abgeknickt. Und auch die Leitungen, die die Laternen mit Gas versorgten, waren beschädigt. "Wir mussten deshalb die komplette Gasversorgung für den Hofgarten abschalten", erklärt Odenthal. Sie wieder anzuschalten, war dann erst mal nicht möglich - weil durch die wochenlang andauernde Gefahr, dass weitere Bäume oder Äste brechen, kein Zugang zu den Leitungen bestand. Bei dem Sturm waren 163 Bäume umgestürzt, weitere 205 waren so stark beschädigt, dass sie später gefällt werden mussten. Bis zum Abschluss der Aufräumarbeiten vergangene Woche habe es keine Möglichkeit gegeben, die Gasleitung wieder instandzusetzen.

"Natürlich ist das sehr bedauerlich, vor allem für die Fußgänger", sagte Odenthal. "Die Radfahrer können ja vergleichsweise schnell außen herum fahren - aber zu Fuß ist das schon ein Umweg. Da muss man sehr gut aufpassen." Pfützen oder Äste können da zur Stolperfalle werden - so mancher Jogger und auch viele Hundebesitzer behelfen sich zurzeit mit Stirnlampen.

Die Uhren am Volksgarten leuchteten Freitagabend nicht. Der Fehler soll bald behoben werden. Foto: Andreas Endermann

Die provisorische Beleuchtung soll Weg für Weg installiert werden. Vielleicht schaffe man ja schon im Januar wenigstens eine Seite, hofft Odenthal. Dann könnte zumindest die schon einmal eingeschaltet werden. Die komplette Fertigstellung ist für Februar geplant.

Irritationen in Sachen Licht-Fragen gab es seit einigen Tagen auch in Oberbilk. Immer wenn es Abend wurde, erloschen die Lichter der Uhren am Volksgarten. Und früh um sechs war der Uhrenpark dann wieder beleuchtet. Mehrere Bürger fürchteten schon Sparmaßnahmen der Stadt, wandten sich besorgt ans Rathaus. Doch in diesem Fall konnte Odenthal Entwarnung geben: Die Verdunklung war nicht geplant, sondern durch einen Fehler verursacht worden. "Wir sind sehr dankbar für die Hinweise der Bürger - die Stadtwerke sind bereits verständigt und werden am Uhrenpark wieder fürs rechte Licht sorgen," versprach Odenthal.

(RP)
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