Düsseldorf: Höffner-Möbelhaus soll kommen, Logistikzentrum nicht

Düsseldorf: Höffner-Möbelhaus soll kommen, Logistikzentrum nicht

Das Möbelunternehmen Krieger hat sich angesichts der Proteste aus der Politik dazu entschieden, sein Höffner-Möbelhaus in Rath ohne ein zusätzliches Logistikzentrum zu errichten. Inhaber Kurt Krieger habe in einem Gespräch mit Oberbürgermeister Thomas Geisel zugesagt, dass es bei dem ursprünglichen Konzept ohne weitere Logistik-Flächen bleiben werde, teilte die Stadt gestern mit. Auch Krieger-Geschäftsführerin Edda Metz bestätigte das: "Das Logistikzentrum ist vom Tisch", sagte sie gestern auf Anfrage. Man werde das Möbelhaus so bauen, wie es bisher geplant war: "Wir freuen uns weiterhin auf Düsseldorf."

Ob auch der ursprünglich angedachte Möbel-Mitnahmemarkt Sconto wieder Teil des Gesamtkonzepts sein wird, ließ sie zunächst offen. Dieser war zuletzt nicht mehr Teil der Pläne, weil das Lager eine große Fläche eingenommen hätte. Mit der Umsetzung der Baumaßnahme kann laut Stadt schon im Herbst begonnen werden, da das Planungsverfahren bereits weit fortgeschritten sei.

Krieger hatte vor einigen Wochen mit der Mitteilung überrascht, statt des zweiten Möbelhauses ein riesiges Logistikzentrum in Rath bauen zu wollen. Er hatte auf die Weiterentwicklungen im Handel verwiesen, denen er Rechnung tragen müsse. Das hatte jedoch einen Sturm der Entrüstung ausgelöst - Bezirkspolitiker sorgten sich vor allem wegen des befürchteten Verkehrsaufkommens, auch bezeichneten sie die neue Lösung als weniger attraktiv für die Belebung des Stadtteils. Die CDU hatte schließlich angekündigt, ein Hochregallager keinesfalls mitzutragen - damit hätten die Pläne kaum eine Chance auf eine Mehrheit gehabt, denn FDP und Grüne hatten von Anfang an gegen die Krieger-Pläne votiert.

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Oberbürgermeister Thomas Geisel sagte, er freue sich, dass der Knoten nun durchschlagen worden sei. "Das Projekt wird positive Impulse für die Theodorstraße, die Westfalenstraße und für Rath insgesamt bringen", fügte er hinzu. Die Grünen gaben sich weniger optimistisch: "Es ist blauäugig, wenn der Oberbürgermeister jetzt den Aussagen von Herrn Krieger glaubt", sagte der Sprecher der Grünen-Ratsfraktion, Norbert Czerwinski. Dieser habe seine Pläne schon oft geändert. Für die morgige Ratssitzung stellte die Fraktion eine Anfrage, in der sie unter anderem wissen will, welche "ursprüngliche Planung" nun tatsächlich umgesetzt werden solle - also etwa wie viele Möbelhäuser es geben wird - und ob der Verwaltung dazu eine schriftliche Bestätigung vorliegt.

(RP)
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