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Ausbildung zur Fachfrau für Systemgastronomie: Hinter Flugzeugessen steckt viel Arbeit

Ausbildung zur Fachfrau für Systemgastronomie : Hinter Flugzeugessen steckt viel Arbeit

Susanna Spieker (21) ist angehende Fachfrau für Systemgastronomie bei der Lufthansa Service GmbH Sky Chefs. Die Auszubildende lernt, Mahlzeiten zusammenzustellen, sie zu verpacken und anschließend an die Flugzeuge auszuliefern.

Der Betrieb Die 21-jährige Susanna Spieker ist für ihren Traumjob bei den LSG Sky Chefs extra aus Niedersachsen nach Düsseldorf gezogen. Der Name Spieker ist dem Unternehmen nicht unbekannt, denn auch Susanna Spiekers Eltern arbeiten für die Lufthansa-Catering-Tochter. Das Unternehmen sorgt dafür, dass Flugpassagiere verschiedener Airlines auf ihren Reisen Mahlzeiten, Getränke oder Zeitschriften bekommen. Rund 14 000 Speisen werden täglich zubereitet, vom Snack über "Special Meals" bis hin zu First-Class-Mahlzeiten. Weltweit sind für die LSG Sky Chefs 29 600 Mitarbeiter an 203 Flughäfen in 52 Ländern im Einsatz.

 In der Küche richtet Spieker für Fluggesellschaften Tabletts her.
In der Küche richtet Spieker für Fluggesellschaften Tabletts her. Foto: Endermann, Andreas

Die Bewerbung Wer Fachmann- oder -frau für Systemgastronomie bei der LSG werden will, muss einiges mitbringen. "Zunächst verlangen wir Fachabi oder Abitur", sagt Anna Boldt, Vertreterin der Ausbildungskoordinatorin. Dann warten zwei Tests und ein Einstellungsgespräch. Weil Susanna Spieker ein paar Erfahrungen mitbrachte und sich mit dem Beruf bereits beschäftigt hatte, war sie die perfekte Besetzung für die Ausbildung zur Fachfrau für Systemgastronomie.

 Die Trolleys werden anschließend mit dem Lkw auf das Rollfeld gebracht.
Die Trolleys werden anschließend mit dem Lkw auf das Rollfeld gebracht. Foto: Endermann, Andreas
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Die Ausbildung Aller Anfang ist schwer, stellte Susanna Spieker fest: "Ich musste mich erst mal beweisen", sagt sie. In der Küche verbrachte sie die erste Zeit und bereitete Lebensmittel vor. "Später durfte ich Sandwiches machen und mich um die Tablettabdeckung kümmern", erzählt die 21-Jährige, die sich schnell ins Team eingefunden hat. Eine kleine Tasse, Besteck, ein Tellerchen sowie Vorspeise und Dessert platzierte sie auf dem Tablett. Viele Abteilungen durchlaufen angehende Fachleute für Systemgastronomie, verbringen auch vier Monate im Hotel. Am besten gefallen hat es der 21-Jährigen im Transport. "Nach einer Woche war ich zwar körperlich am Ende, aber ich durfte täglich auf das Vorfeld und konnte den Flughafenbetrieb erleben", sagt sie. So genannte Trolleys füllte sie mit Tabletts, lud diese auf einen Transporter. "Ein Trolley wiegt bis zu 60 Kilo und manchmal schob ich fünf Stück gleichzeitig", erinnert sie sich. Im dritten Lehrjahr ist Spieker und arbeitet momentan in der Auftragssteuerung, dem Gehirn der LSG Sky Chefs.

Die Berufsschule Verschiedene Fachbereiche stehen auf dem Stundenplan der angehenden Fachfrau für Systemgastronomie. Ernährungslehre hat natürlich oberste Priorität: "Am Anfang haben wir uns mit Lebensmitteln beschäftigt, damit wir auch Kohlrabi von Sellerie unterschieden können", sagt Spieker schmunzelnd. Inzwischen muss sie auch die Auswirkungen von Lebensmitteln auf den Körper kennen. "Weine und Bier sowie die Herstellung sind für die Abschlussprüfung auch relevant", weiß sie, und wie man einen Betrieb führt, lernt die Auszubildende ebenfalls.

Die Zukunft Susanna Spieker hofft auf eine Zukunft bei den Sky Chefs in Düsseldorf — ob das klappt, steht aber noch nicht fest. "Zur Not bewerbe ich mich in Bangkok, da hat vor kurzem ein LSG Sky Chefs-Betrieb eröffnet. Außerdem könnte ich dann endlich etwas Thailändisch lernen, weil meine Mama aus Thailand kommt", sagt sie. Aber auch im Hotel oder in der Gastronomie kann sie mit ihrer Ausbildung Fuß fassen.

(esc)